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Braucht mein Baby HA-Milch?

Wann Kinder, die nicht gestillt werden, diese besondere Säuglingsanfangsnahrung in ihr Fläschchen bekommen sollten

von Sabine Hoffmann, 17.12.2018
Mutter füttert Baby

Allergiegefährdete Flaschenkinder profitieren von HA-Milch


Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma – laut Robert-Koch-Institut wird bei etwa 30 Prozent der 18- bis 79-Jährigen in Deutschland im Laufe ihres Lebens eine Allergie festgestellt. "Leiden Mutter, Vater oder Geschwister an einer Allergie, ist auch das Baby gefährdet, eine zu entwickeln. Eine Allergie ist eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf Eiweißbestandteile", sagt Sonja Lämmel, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin beim Deutschen Allergie- und Asthmabund in Mönchengladbach. Vor allem im ersten Lebensjahr ist das Risiko für familiär vorbelastete Kinder erhöht, an Neurodermitis oder einer Lebensmittel­allergie zu erkranken.

Mini-Eiweißstücke in der Milch

Für solche Risikokinder – vorausgesetzt das Kleine wird nicht gestillt – empfehlen Hebamme und Kinderarzt eine hypoallergene Säuglingsnahrung, die sogenannte HA-Milch. "Das Protein in der HA-Milch wird in so winzige Bruch­stücke aufgespalten, dass das körpereigene Immunsystem diese nicht mehr als fremdartig ansieht und toleriert", erklärt Lämmel.

HA-Milch senkt das Allergierisiko

Dass HA-Milch dazu beitragen kann, Kinder vor Aller­gien zu schützen, zeigte die German Infant Nutri­tional Intervention (GINI) Study: Bei familiär vorbelasteten Säuglingen, die mit HA-Milch gefüttert wurden, reduzierte sich das Risiko, im ersten Lebensjahr an Neurodermitis zu erkranken, um bis zu 50 Prozent. Sogar bis zum zehnten Lebensjahr ergab sich in der Langzeitstudie ein schützender Effekt.

Allergiegefährdete Babys, die nicht oder nur teilgestillt werden, bekommen also in den ersten vier bis sechs Monaten HA-(Pre)Nahrung ins Fläschchen. Bei der Beikosteinführung kann auch der Milch-Getreide-Brei mit HA-Milch angerührt werden. Das Baby zeigt bis zum Ende des sechsten Lebensmonats keine Anzeichen für eine Allergie? "Dann können Eltern auf normale Pre-Milch umstellen. In ihrer Zusammensetzung ist sie der Mut­ter­milch am ähnlichsten", so Sonja Lämmel.

Bei diagnostizierter Allergie hilft vollhydrolysierte Milch

Ungefähr ein Prozent der Babys leidet bereits an einer Kuhmilch­­eiweißallergie. Bestätigt sich der Verdacht, ist HA-Milch für das Kind tabu, da Betroffene Kuhmilch­eiweiß komplett meiden müssen. "Diese Babys werden mit einer sogenannten vollhydrolysierten Milch gefüttert, bei der das Protein vollständig aufgespalten ist", erklärt die Ex­pertin. Hier berät der Kinderarzt und eine auf Aller­gien spezialisierte Ernährungsfachkraft.


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