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Das hilft gegen Ohrenschmerzen bei Kindern

Wie Nadelstiche können sie sich anfühlen oder wie ein ­pul­sierender starker Druck: Ohrenschmerzen. Was sie auslöst und wie Eltern die Schmerzen lindern können

von Beatrice Sobeck, aktualisiert am 02.11.2017

Wann Kinder bei Ohrenschmerzen unbedingt zum Arzt sollten, erklären unsere Experten


Die Ursachen für Ohrenschmerzen

  • Erkältung
  • akute oder chronische Mittelohrentzündung
  • Paukenerguss
  • Zahn- oder Kiefer­probleme
  • Mandel- oder Rachenentzündungen
  • Ohrenschmalzpfropf
  • Wasser im Ohr, etwa nach dem Baden
  • mangelnder Druckausgleich, z. B. beim Fliegen
  • Verletzungen, etwa durch Wattestäbchen, Schlag oder Sturz
  • Fremdkörper im Gehörgang
Dr. Thomas Kauth

Wann zum Arzt?

Ohrenschmerzen sind meistens ein Fall für den Arzt. Beschwerden an oder in den Ohren­ können das Hörvermögen beeinträchtigen. Auf Dauer­ wirkt sich das negativ auf die Sprach­entwicklung aus.

  • Babys bis sechs Monate sofort zum Arzt
  • Kinder bis zwei Jahre mit mittelschweren bis starken Ohrenschmerzen auf beiden Seiten
  • Fieber
  • Hör- oder Gleich­gewichts­störungen
  • Blut im Ohr
  • Immer wenn Sie ­un­sicher sind oder es dem Kind schlecht geht

Die Schmerzen lindern

  • Zwiebelsäckchen: Zwiebeln wirken antibakteriell und helfen, wenn eine Entzündung hinter den Ohrenschmerzen steckt. So gehts: Zwiebel klein hacken, kurz erhitzen und in ein Geschirrtuch wickeln. Den warmen Wickel auf das schmerzende Ohr legen, mit einer Mütze oder einem dünnen Schal fixieren.
  • Kirschkernkissen: Wärme hat sich bewährt. Kirschkernkissen im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmen (Herstellerangabe beachten!). Lauwarm, sodass es für das Kind angenehm ist, auf das Ohr legen.
Elke Wanie

Ohrenschmerzen vorbeugen­

  • Schnupfen und Husten frühzeitig mit schleimlösenden Medikamen­ten­ (z. B. abschwellendes Nasenspray, Hustenlöser) behandeln
  • Ohrstöpsel beim Baden
  • Bei der Ohrreinigung sind Watte­stäbchen tabu. Im Zweifel ­lassen Sie die Ohren vom ­Kinder- und Jugendarzt reinigen.

Die Behandlung

  • Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Parace­tamol, abschwellende Nasentropfen und weitere Sekret lösende Maßnahmen helfen bei Ohren­schmerzen als Folge einer Erkältung, Husten und/oder Schnupfen. Klingen die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht ab, prüft der Arzt, ob eine­ Antibiotika-Therapie sinnvoll ist.
  • Antibiotikum kann bei ­einer bakteriellen Mittel­ohrentzündung nötig sein.
  • Paukenröhrchen oder Schnitt im Ohr: Ein operativer Eingriff wird eventuell notwendig, wenn sich Sekret im Mittelohr ansammelt, das nicht mehr abfließen kann. ­Dies ist möglich, wenn das Kind immer wieder an Mittel­­ohrentzündungen leidet, langwierige ­Infekte der oberen Luftwege hat oder es sehr häufig erkältet ist. Die Sekretansammlung (Paukenerguss) kann zu Hör- und Sprachentwicklungsstörungen führen. Das Paukenröhrchen hilft, das Mittelohr zu belüften.
  • Blut im Gehörgang kann auftreten, wenn etwa das Trommelfell verletzt oder gar durchstochen ­wurde (z. B. beim Reinigen mit einem Watte­­stäbchen). Das Kind muss umgehend dem Kinder- und Jugendarzt oder dem Ohrenarzt vorgestellt werden.

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