Wie Babys Greifen lernen

Schon Neugeborene packen richtig zu. Und doch: Bis ein Baby gezielt Dinge greifen und festhalten kann, dauert es Monate. So läuft die Entwicklung im ersten Jahr ab
von Barbara Weichs, Daniela Frank, 20.02.2017

Mit etwa fünf Monaten strecken Babys ihre Hände nach Dingen aus und ergreifen sie

PhotoAlto/RYF

Schon Neugeborene haben einen starken Greifreflex: Berührt etwas ihre Handinnenfläche, packen sie fest zu. Das passiert ganz automatisch. Das Problem dabei: Sie können noch nicht loslassen. Bis zum vierten Lebensmonat geht der natürliche Reflex zurück, das willentliche Greifen und Loslassen lernen Babys erst mit der Zeit.

Zunächst starten die Kleinen Versuche, mit beiden Handflächen nach Dingen zu greifen. Ab dem sechsten Monat klappt das Greifen mit einer Hand recht zuverlässig, oft auch schon das Übergeben in die andere Hand. Rund einen Monat später können Babys Dinge meist gut in einer Hand festhalten.

Vom Scheren- zum Zangengriff

Im achten Lebensmonat probieren Babys den Scherengriff aus, bei dem sie Gegenstände zwischen dem unteren Teil von Daumen und Zeigefinger einklemmen. Etwa einen Monat später folgt der Pinzettengriff – dabei packt das Baby Dinge vorne zwischen den gestreckten Fingern. So schafft es, immer kleinere Gegenstände zu ergreifen.

Um den elften Lebensmonat herum kann es kleine Dinge mithilfe des Zangengriffs gezielt fassen. Dabei sind Daumen und Zeigefinger nicht mehr gestreckt, sondern leicht gekrümmt, sodass die Fingerspitzen auf gleicher Höhe zusammentreffen.


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