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Entwicklungskalender: 4. Monat

Baby erforscht seine Umwelt und fängt an, nach Gegenständen zu greifen. Ab in den Mund damit! Die Eltern sind nun wichtige Bezugspersonen

von Daniela Frank, aktualisiert am 23.06.2014
Baby kaut auf Beißring

Ihr Baby sieht und greift besser. Es erforscht seine Umwelt mit Hand und Mund!


Ihr Baby wird langsam immer kräftiger und kann seine Bewegungen zunehmend besser steuern. Liegt es auf dem Bauch, kann es sich schon für einige Zeit auf seinen Unterarmen abstützen. Außerdem strampelt es teilweise heftig. Dabei schaukelt sein Körper vor und zurück.

"Die meisten Kinder können jetzt ihr Köpfchen schon gut halten", sagt Dr. Heinz Krombholz, Diplom-Psychologe am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München. Auch im Sitzen – zum Beispiel auf dem Schoß der Eltern – können viele Kinder ihren Kopf nun halten und seitwärts drehen. "So können sie zum Beispiel ihre Umwelt viel besser beobachten", sagt Krombholz.

Ob Haare oder Uhr: Greifen klappt immer besser

Dazu trägt auch ein anderer Fortschritt des Babys bei: Denn gleichzeitig entwickelt sich der visuelle Sinn weiter. Das Baby erkennt Gegenstände in immer größerer Entfernung und kann Dinge nun über längere Zeit betrachten. Es beginnt, Sie oder auch seine Geschwister mit den Augen zu verfolgen, wenn sie im Zimmer umhergehen.

Das verbesserte Sehvermögen ist eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Greifens mit den Händen. Vielleicht schafft es Ihr Baby sogar manchmal schon, gezielt nach einem Gegenstand zu fassen. Die ersten Greifversuche macht der Säugling, indem er einen Gegenstand – zum Beispiel Mamas Haare, die Brille oder Uhr des Papas – mit beiden Händchen und den Handinnenflächen packt.

Ihr Baby sucht jetzt gezielt Kontakt

Auch seine Strategien, um mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, Nähe herzustellen und aufrecht zu erhalten, werden nun differenzierter und zielgerichteter: Als Neugeborenes standen Ihrem Kind dafür nur einfache Reaktionen wie Weinen oder festes Anklammern zur Verfügung. Nun streckt es vielleicht schon seine Ärmchen aus, um Sie dazu zu bringen, sich noch intensiver zu kümmern und sich ihm zuzuwenden.

Außerdem unterscheidet das Baby dabei allmählich zwischen den Personen in seiner Umgebung: Früher zeigte es die Signale gegenüber allen, die sich mit ihm beschäftigten, es wickelten und fütterten. "Das war Teil seiner Überlebensstrategie", erklärt Roth. "Weil beim Menschen die Müttersterblichkeit bei der Geburt relativ hoch war, musste das Kind manchmal andere Bezugspersonen akzeptieren." Nun richtet das Baby diese Verhaltensweisen, wie zum Beispiel Lächeln, gezielt auf bestimmte Bezugspersonen wie Mutter oder Vater. So intensiviert es die Bindung zu Ihnen.

Gegenstände werden erforscht – mit Hand und Mund!

Die meisten Babys beginnen in dieser Phase auch Dinge, die sie ergreifen konnten, genau zu erforschen – vor allem mit ihren Händen und ihrem Mund. "Das Erkunden mit diesen Sinnen ist die wichtigste Spielform im ersten Lebensjahr", sagt Angela Roth. "So lernt das Kind seine Umwelt und die Gegenstände darin kennen."

Doch nicht nur Gegenstände faszinieren den Nachwuchs. Auch der eigene Körper wird für das Baby immer interessanter. Es betrachtet und befühlt jetzt oft ausgiebig seine kleinen Händchen, später auch die Füßchen.

Die unregelmäßigen Nächte werden für viele Eltern nun nach und nach weniger. Beim Neugeborenen waren die Schlaf- und Wachphasen noch nicht in einem 24-Stunden-Rhythmus angeordnet: Das Baby wachte oft jede Nacht zu einem anderen Zeitpunkt auf. Am Ende des vierten Monats haben sich die Schlafphasen bei vielen Kindern etwa auf einen 24-Stunden dauernden Rhythmus eingependelt. Das Kind schläft nun jeden Tag etwa zur selben Zeit ein – ans Durchschlafen ist jedoch bei vielen trotzdem noch nicht zu denken.


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