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Entwicklungskalender: 12. Monat

Manche Babys lieben es jetzt Klötze in Löcher mit verschiedenen Formen zu sortieren. Auch mit dem Laufen und Sprechen geht es immer mehr voran

von Daniela Frank, aktualisiert am 30.06.2014
Mutter mit Kind

Die ersten Schritte: Am Anfang etwas wackelig, aber mit Festhalten klappt es gut!


Bald ist es Zeit für Glückwünsche! Das erste Lebensjahr ist fast vorbei. Dann haben Sie kein Baby mehr, sondern schon ein richtiges Kleinkind: So bezeichnet man ein Kind ab dem ersten Geburtstag.

Kurz vorher können die meisten im Stand immer besser das Gleichgewicht halten. Wenn Sie es festhalten, kann Ihr Kind vermutlich bereits ein paar Schritte zurücklegen. Vielen genügt es jetzt sogar, wenn man ihnen nur eine Hand reicht. Denn auch beim Laufen an der Hand gelingt es Ihrem Baby immer besser, sich selbst auszubalancieren. Manche Kinder machen ihre ersten Schritte um ihren ersten Geburtstag herum.

Spielzeug für geschickte Hände: Bauklötze und Bälle

Bis etwa zum Ende des ersten Lebensjahres sind zudem alle wesentlichen Funktionen des visuellen Systems ausgebildet. Mit seinen Händen wird Ihr Kind ebenfalls geschickter: Es kann nun kleine Dinge gezielt durch Öffnungen stecken. Bauklötze und Formen zu stapeln macht ihm jetzt vermutlich großen Spaß. Damit zu spielen fördert zum Beispiel die Entwicklung der Feinmotorik.

Neben den Klötzen sind im Moment runde und eckige Plastikdosen zum Stapeln und Ineinanderstecken als Spielzeug gut geeignet. Außerdem mag Ihr Kind jetzt wahrscheinlich Bälle, Holzgegenstände auf Rollen mit einer Schnur zum Nachziehen und einfache Holzpuzzles mit großen Teilen, die Griffe besitzen. Doch Vorsicht: Kleinteile, die es sich in den Mund stecken könnte, sollten Sie konsequent aus seiner Reichweite entfernen.

Baby kann Sie verstehen und spricht vielleicht erste Worte

Gegen Ende des ersten Lebensjahres kennt Ihr Kind vertraute Personen und Gegenstände beim Namen und versteht einfache Sätze – Aufforderungen genauso wie Verbote. Allerdings müssen Sie vermutlich alles etliche Male wiederholen, da sich das Kleine meist schnell ablenken lässt.

"Wenn die Eltern Glück haben, hören sie ihr Kind vielleicht nun schon die ersten Worte sagen", sagt Dr. Heinz Krombholz, Diplom-Psychologe am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München. "Manche fangen jetzt langsam an zu sprechen." Oft sind die ersten Versuche aber noch etwas undeutlich und schwer zu verstehen. Dann ist vielleicht nicht ganz klar, ob das "Mama" schon ein "Mama" war oder nur ein "mummumm". Jedes Kind erwirbt Sprache in seinem eigenen Tempo und auf unterschiedliche Weise.

Durchschlafen klappt meist immer besser

Über eines freuen sich jetzt aber wahrscheinlich die allermeisten Eltern: Im Laufe der Zeit hat sich die Dauer der Hauptschlafphase bei vielen Kindern auf etwa sieben Stunden eingependelt. Wenn Ihr Kind krank ist oder der Tag besonders turbulent war, kann dieser fragile Rhythmus aber schnell wieder gestört werden. Gelegentliche unruhige Nächte sind also nicht ungewöhnlich.

In den letzten Monaten hat das Baby in der Regel schon begonnen, nach einem Gegenstand zu suchen, der hinter einem Hindernis verschwunden ist. Die meisten Kinder haben also mit etwa einem Jahr erfasst, dass ein Gegenstand auch dann vorhanden ist, wenn sie ihn nicht sehen.

Manche erkennen nun sogar schon auch bekannte Gegenstände oder Personen auf Abbildungen und Fotos wieder. Sie verhalten sich dann aber meist so, als handle es sich um die real existierenden Menschen oder Dinge. Den Symbolcharakter von Bildern erfasst das Kind erst im zweiten Lebensjahr – also dann, wenn es auch den Symbolcharakter der Sprache erfasst.


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