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Entwicklungskalender: 11. Monat

Noch fassen Babys andere oft zu fest an. Aber das Greifen gelingt ihnen immer besser. Auch Sprechen- und Laufenlernen gehen voran

von Daniela Frank, aktualisiert am 30.06.2014
Baby krabbelt

Krabbeln macht Spaß! Bis das endlich funktioniert, muss das Baby viel üben


Für Ihr Baby gibt es noch viel zu tun: Denn mit dem Krabbeln klappt es bei den meisten nicht von heute auf morgen. Zuerst übt Ihr Baby vermutlich das Wippen und Schaukeln im Vierfüßlerstand. Im nächsten Schritt schafft es es dann, sein Gewicht so zu verlagern, dass es eine Hand frei hat und sie vor die andere setzen kann. Dann muss es das Gewicht auf die andere Hand verlagern und diese vom Boden abheben. Dasselbe parallel mit den Knien – Sie sehen, wie schwierig das anfangs ist?

Und nicht jedes Kind krabbelt: Manche robben, rollen oder rutschen auf dem Po genauso flink durch die Wohnung. Sie überspringen das Krabbeln und fangen wenig später gleich an zu laufen. Aber egal, wie es sich fortbewegt – in jedem Fall wird Ihr Baby immer mobiler. Allerdings kann es Hindernissen noch nicht so gut ausweichen.

Zangengriff: Das Baby kann immer gezielter zugreifen

"Wenn mehrere Kinder zusammen sind, wirkt ihr Verhalten oft noch ein bisschen aggressiv", sagt Dr. Heinz Krombholz, Diplom-Psychologe am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München. "Sie krabbeln dann auf- und übereinander." Doch das sei ganz normal: Die Kinder schätzen anfangs noch nicht richtig ein, wie fest sie andere anfassen können und was diesen vielleicht wehtut. "Je gezielter sie zugreifen können, desto kontrollierter berühren sie andere", sagt Krombholz. "Später streicheln sie dann auch mit dem richtigen Druck."

Und gerade das Greifen übt Ihr Baby unentwegt weiter. Dabei wird es immer geschickter: Vielleicht benutzt es nun schon den sogenannten Zangengriff, um kleine Gegenstände zu ergreifen, eine Weiterentwicklung des Pinzettengriffs. Dabei sind Daumen und Zeigefinger nicht mehr beide durchgestreckt. Stattdessen ist zumindest der Zeigefinger gekrümmt, sodass seine Fingerspitze nun – wie beim Erwachsenen – dem Daumen gegenübersteht.

Da das Baby jetzt sicher und ausdauernd sitzen kann, kann es zum Spielen oder Trinken beide Hände benutzen. Besonders einfallsreich wird es darin, sich Dinge zugänglich zu machen. So zieht es vielleicht Spielzeug an einer Schnur zu sich heran oder zerrt an einer Decke, um die darauf liegenden Gegenstände leichter zu erreichen. Auch am Tisch wird es nach und nach beim Familienessen mitessen wollen.

Fortschritte beim Laufen- und Sprechenlernen

Hat es sich selbstständig in den Stand hochgezogen, kann es vielleicht schon einen Fuß anheben, ohne umzufallen – ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt, der es auf das Laufen vorbereitet. Letzteres können die meisten zwar jetzt noch nicht, aber vielen Kindern gelingt es nun allmählich, sich seitwärts an Möbeln entlang zu bewegen, an denen sie sich gut festhalten können. An den Händen der Eltern machen viele Babys ebenfalls schon erste Gehversuche. Dabei können sie ihr Gleichgewicht jedoch noch nicht sicher halten: Sie stehen breitbeinig und mit nach vorne geneigtem Oberkörper.

Vielleicht benutzt Ihr Kind nun allmählich wiederkehrende Silben für bestimmte Objekte. So zeigt es, dass es diese wiedererkennt: "brum-brum" macht es beispielsweise immer dann, wenn es ein Auto sieht, "ham-ham", wenn es etwas isst. Auch weiß es mittlerweile, was manche Worte bedeuten. So finden manche Kinder zum Beispiel bereits auf Aufforderung bestimmte Gegenstände in einem Bilderbuch.


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