Mütter in Balance: Übungen für die Körperhaltung

Der Rücken tut weh, der Nacken ist verkrampft vom vielen Babytragen: Da kommt unser Workout gerade recht. Denn es bringt Kraft und Entspannung – und liegt voll im Trend

aktualisiert am 14.12.2016

Ein gutes Gefühl: aktiv etwas für seinen Körper tun und dabei ein klein wenig den Alltag vergessen


Diesen Kraftakt kriegen Sie locker hin. Mit unserem Workout stärken Sie nicht nur Ihre Muskeln. Auch die Seele tankt auf. Sie finden in Ihre Mitte – und behalten Ruhe im Chaos von Kindergebrüll und Windelbergen. Und Sie kräftigen die Körperpartien, die wichtig sind, damit (nicht nur) Mütter in Balance bleiben und Rückenschmerzen keine Chance haben. Der Clou: Die Übungen verbinden Bestandteile aus Pilates, Rückenschule und Yoga. "Der Mix der Elemente liegt im Trend", beobachtet Fitness-Expertin Sabine Knop-Colschen, die die Übungen zusammengestellt hat.

Unser Workout können Sie zu Hause ausführen, am besten mindestens zwei- bis dreimal pro Woche. Optimal ist es, wenn Sie ein spezielles Schaumstoff-Kissen, ein so genanntes Balance-Pad, verwenden. Es macht das Training effektiver, es geht aber auch ohne. Unser Workout ist dreigeteilt: Sie beginnen mit einer Atemübung, die Sie zur Ruhe bringt. Dann folgen die Kräftigungsübungen und eine Dehnungsübung. Am Ende sammeln Sie sich und kehren mit Power in den Alltag zurück. Anfangs reichen wenige Wiederholungen aus, später können Sie sich steigern.

Interview mit einer Personaltrainerin

Sabine Knop-Colschen erklärt, wie Mütter von dem Workout profitieren und was Sie im Alltag in Balance hält:

Warum ist das Workout vor allem für Mütter hervorragend geeignet?
Im Alltag mit Kindern ergeben sich gerade für Mütter ständige Fehlbelastungen der Wirbelsäule, zum Beispiel weil sie die Kleinen häufig tragen, heben und sich zu ihnen hinabbeugen. Die Übungen dienen der Aufrichtung des Körpers und stellen somit seine Balance wieder her.

Wofür ist das Balance-Pad gut?
Durch seine flexible Struktur werden einerseits besonders Tiefenmuskulatur und -sensibilität angeregt und trainiert. Andererseits kann zum Beispiel bei Übungen in der Rücken- und Bauchlage die entsprechende Muskulatur gekräftigt werden – dank der erhöhten Lage des Körpers durch das Pad und die Hebelwirkung der Arme und Beine. Die Wirbelsäule erfährt keine Fehlbelastung, wie dies bei Crunches der Fall wäre.

Was sollte man bei der Ausführung der Übungen beachten?
Die intensive Atmung ist Grundlage jeder Übung. Es gilt: ausatmen bei Anspannung, einatmen beim Strecken oder Entspannen. Die Übungen sollten möglichst langsam, genau und konzentriert ausgeführt werden. Anfangs spielt die Zahl der Wiederholungen eine geringe Rolle. Weniger ist mehr! Ziel können aber später, wenn Sie die Übungen gut ausführen können, dreimal 10 bis 15 Wiederholungen sein.

Kann man auch im Alltag etwas tun, um mehr Balance zu halten?
Ja. Versuchen Sie, möglichst häufig bei alltäglichen Bewegungen eine aufrechte Haltung einzunehmen. Achten Sie vor allem auf die Anspannung der Bauch-, oberen Rücken- und Gesäßmuskulatur. Eine aufrechte Körperhaltung lässt sich ganz leicht üben, indem Sie sich ein Buch auf den Kopf legen und damit durch den Raum gehen – oder indem Sie sich dies vorstellen –, wann immer Sie können.


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