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SARS-CoV-2: Wie läuft der Test bei Kindern ab?

Der Abstrich aus dem Rachen für den PCR-Test auf das neuartige Coronavirus kann etwas unangenehm sein. Wie er abläuft und wie man Kinder dazu bewegt, mitzumachen

von Nele Langosch, 04.11.2020

Über eine Million Erwachsene und Kinder werden in Deutschland pro Woche auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 untersucht – in der Regel durch einen Abstrich aus dem Nasen-Rachenraum. "Das Verfahren bei Kindern ist das gleiche wie bei Erwachsenen", erklärt Kinderarzt Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte. "Der Abstrich für einen Schnelltest, auch als Antigen-Test bekannt, kann durch die Nase oder den Mund erfolgen. Für einen normalen Coronatest, PCR-Test genannt, machen wir den Abstrich in Nase und Mund." Der PCR-Test liefert das genauere Ergebnis und dient auch zur Nachkontrolle eines positiven Antigen-Tests.

Illustration PCR Test Mund Gaumen

Spezielle Stäbchen für Kinder

Für einen Rachenabstrich öffnet das Kind den Mund weit und streckt die Zunge heraus. Der Arzt streicht mit einem langen Stäbchen mit feuchtem Watte- oder Schaumstoffkopf (Virustupfer) über die Rachenwand ganz hinten in der Mundhöhle. Für einen Nasenabstrich schiebt der Arzt das Stäbchen durch ein Nasenloch ebenfalls bis zur hinteren Rachenwand und dreht den Kopf des Tupfers über die Schleimhaut. "Es gibt besonders dünne und flexible Stäbchen für kleine Nasenlöcher bei Kindern", erklärt Jakob Maske.

Ein Labor wertet den PCR-Test aus. Es ermittelt, ob der Abstrich das Erbgut des Virus enthält. Damit das Ergebnis möglichst nur bei einer SARS-CoV-2-Infektion positiv ist, wird die Probe auf mehrere Genabschnitte dieses Virus untersucht.

Illustration PCR Test Kind

Mehr Fehler beim Schnelltest

Ein Antigen-Schnelltest weist dagegen spezielle Eiweißstrukturen des Coronavirus nach. Die Auswertung dauert weniger als 30 Minuten, während ein PCR-Test mehrere Stunden benötigt, da das genetische Material so lange vervielfältigt wird, bis es nachweisbar ist. Ein Schnelltest wird jedoch erst bei einer höheren Viruskonzentration positiv. Er ist also etwas häufiger falsch negativ als ein PCR-Test, zum Beispiel zu Beginn der Infektion oder wenn die Erkrankung bereits abklingt. Außerdem ist der Test auch häufiger falsch positiv, weshalb ein positives Ergebnis durch einen PCR-Test bestätigt werden muss.

Das Kind gut auf den Test vorbereiten

Eltern sollten ihren Kindern schon vor dem Abstrich beschreiben, was dabei passieren wird, rät der Kinderarzt. Während des Tests können sie sie (je nach Alter) ablenken, in den Arm nehmen und streicheln. Kleine Kinder müssten kurz festgehalten werden, damit der Arzt sie nicht mit dem Virustupfer verletze. "Besonders der Nasenabstrich kann unangenehm sein", erklärt Kinderarzt Jakob Maske. Ein Rachenabstrich löst zudem oft einen Würgereiz aus. Sehr selten komme es zu Verletzungen der Nasenscheidewand oder der Mandeln. "Die kleinen Wunden können stark bluten, sind aber harmlos", so Maske. In Einzelfällen wehrten sich Kinder so sehr, dass kein Test möglich sei. Denn nur ein richtig ausgeführter Abstrich liefert ein zuverlässiges Ergebnis.


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