{{suggest}}


Brei unterwegs erwärmen lassen?

Mit einem Still-Baby ist das Thema Hunger überall schnell vom Tisch. Doch bekommt das Kleine Beikost, wird es unterwegs manchmal schwierig. Diese Tipps helfen

von Stephanie Arndt, 09.05.2019
Babybrei

Auch unterwegs ist Brei essen kein Problem – unter bestimmten Voraussetzungen


Brei kalt mitnehmen

Alle sind startklar. Der Kartoffel-Ge­müse-Brei steht fertig portioniert bereit. Stellt sich nur die Frage: Warm in einem Thermobecher mitnehmen oder irgendwo erhitzen? Ernährungswissenschaftler Lars Bülhoff hat da eine klare Meinung: "Nehmen Sie selbst gemachten Brei kalt mit, und erwärmen Sie ihn vor Ort. Lau­warme Tempera­turen sind ein idealer Nährboden für Keime, dann ist der Brei nicht mehr sicher fürs Baby." Die Folgen können Durchfall oder Erbrechen sein.

Selbst gekochte Mahlzeiten mit Ge­müse, Fleisch und Kartoffeln oder Nudeln dürfen, im Kühlschrank deponiert, bis zu 48 Stunden verfüttert werden (Gläschen nach Hersteller­angaben); Getreide- und Milch­brei nicht später als zwei Stunden nach der Zube­reitung. "Auch hier steigt mit der Zeit die Gefahr einer Verkeimung. Der Brei wird zudem fester und schwerer zu schlucken", so Bülhoff.

Vor Ort erwärmen lassen

Für die Mittagspause unterwegs suchen Sie sich am besten ein Restaurant oder ein Café und lassen sich den Brei vor Ort erwärmen, zum Beispiel im Wasser­bad oder in der Mikrowelle. "Ganz wichtig bei der Mikro­welle: sorgfältig umrühren und vorkosten, da die Temperaturen stark schwanken können und das Essen dem Baby zu heiß sein könnte", sagt Lars Bülhoff.

Alternativ: zwei bis drei Esslöffel heißes Wasser in den Brei rühren. "Bis zum sechsten Monat würde ich zur Sicherheit ab­gekochtes Wasser nehmen", erklärt der Ernährungswissenschaftler aus Elmshorn. Er ergänzt: "Wenn es aus logis­tischen Gründen mit dem Brei nicht klappt, reicht im ersten Lebensjahr als Zwischenmahlzeit auch Muttermilch, eine Flasche Pre-Milch oder eine zerdrückte Avocado oder Banane." Und: Brechen beim Nachwuchs die Zähnchen durch, mögen viele Kinder ihren Brei sogar lieber kalt, da er die Schmerzen lindert!

Was gilt im Flugzeug?

Bei Flugreisen besteht übrigens kein Grund zur Sorge. Reza Ahmari von der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main: "Wer mit Baby fliegt, darf im Handgepäck eine nachvollziehbare Menge Babynahrung und Flüssigkeit mitnehmen." Michael Lamberty, Pressesprecher der Luft­­hansa, ergänzt: "Wir servieren aber auch gerne abgekochtes Wasser. Außer­dem haben wir in der Regel einen Mindestbestand an Babynahrung an Bord."


Wer macht bei Ihnen mehr im Haushalt?
55,47%
23,23%
21,3%
Beide gleich viel
Er
Sie
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5544
Haben Sie Ihr Kind taufen lassen?
Zum Ergebnis