Baby-Brei selbermachen: Rezepte

Brei selbst zu kochen bedeutet ein wenig Aufwand. Doch so haben Sie auch die Kontrolle, welche Zutaten und Inhaltsstoffe enthalten sind. Mit diesen Rezepten geht es ganz leicht
von Vanessa von Blumenstein und Tanja Pöpperl, aktualisiert am 12.01.2018

Lecker: Selbstgemachtes schmeckt dem Baby meist besonders gut

Banana Stock/RYF

Zwischen dem 5. und dem 6. Lebensmonat bekommt Ihr Baby seinen ersten Brei. Dann ist sein Immunsystem bereit für neue Herausforderungen und viele Babys freuen sich über das neue Geschmackserlebnis.

Als erster Brei wird in der Regel ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei eingeführt. Hat sich Ihr Kind an das Essen mit dem Löffel gewöhnt, ersetzen Sie etwa einen Monat später eine zweite Milchmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei.

Ungefähr vier Wochen später kann eine weitere Milchmahlzeit einem milchfreien Getreide-Obst-Brei weichen. Bei allen übrigen Mahlzeiten geben Sie Ihrem Baby weiterhin Muttermilch oder spezielle Säuglingsmilch.

Sie möchten Ihrem Kind keine industriell hergestellten Produkte geben? Kein Problem! Denn Babys Brei lässt sich ganz einfach selbst zubereiten.

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Zutaten:

  • 100 g Gemüse (Karotten, Zucchini, Blumenkohl oder Broccoli)
  • 50 g Kartoffeln
  • 30 g mageres Fleisch (Schwein, Rind, Geflügel oder Lamm)
  • 1 - 1,5 EL Fruchtsaft
  • 1 EL Rapsöl

Zubereitung:

Kochen Sie das Fleisch in wenig Wasser weich, schneiden Sie es klein und pürieren Sie es. Das Gemüse gut waschen, klein schneiden und in wenig Wasser oder der Fleischbrühe weichdünsten. Geben Sie nun das pürierte Fleisch hinzu und lassen das Ganze einmal aufkochen. Nun die geschälten, zerkleinerten und ebenfalls weichgekochten Kartoffeln und den Obstsaft dazu gießen und mit dem Pflanzenöl verrühren.

Dieser Brei liefert Ihrem Baby viel Eisen, Zink, essentielle Fettsäuren und Vitamine.

Wichtig: Alles kann püriert werden, nur die Kartoffel nicht. Sie wird ganz schleimig. "Die Stärke verbindet sich mit Wasser und bildet beim Pürieren unter Hitze­­entwicklung eine Emulsion – der Brei verflüssigt sich", sagt Nadia Röwe, Ernährungswissenschaftlerin beim Netzwerk "Gesund ins Leben". Besser: Kar­­toffeln mit der Gabel zerdrücken.

Milch-Getreide-Brei

Zutaten:

  • 200 ml Vollmilch (mit 3,5 Prozent Fett) oder Säuglingsmilch
  • 20 g Vollkorn-Getreideflocken (z.B. Haferflocken oder Grieß)
  • 4 TL Obstsaft oder Obstpüree

Zubereitung:

Die Vollkorn-Getreideflocken in der Vollmilch aufkochen oder nach Packungsanweisung in die Milch einrühren. Falls Sie den Brei mit Säuglingsmilch einrühren: Das Getreide in heißes Wasser einrühren bzw. mit dem Wasser aufkochen. Nach dem Abkühlen die gewohnte Menge des Säuglingsmilchpulvers einrühren. Mischen Sie anschließend den Obstsaft oder das Obstpüree unter.

Dieser Milch-Getreide-Brei versorgt Ihr Kind mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen der B-Gruppe.

Getreide-Obst-Brei

Zutaten:

  • 100 g Obstpüree oder Obstsaft
  • 90 ml Wasser
  • 20 g Vollkorn-Getreideflocken (z.B. Haferflocken oder Grieß)
  • 1 TL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)

Zubereitung:

Die Vollkorn-Getreideflocken mit dem Wasser aufkochen. Anschließend das Obstpüree oder den Saft zugeben und zum Schluss das Pflanzenöl in den Brei rühren.

Dieser Brei enthält keine Milch. Er ist daher eiweißarm und auf die anderen eiweißreichen Breimahlzeiten optimal abgestimmt und sorgt dafür, dass Babys Körper das zugeführte Eisen optimal verwertet.

Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei

Zutaten:

  • 100 g Gemüse
  • 50 g Kartoffeln
  • 10 g Haferflocken
  • 2 EL Orangensaft
  • 4 TL Wasser
  • 1,5 TL Pflanzenöl

Zubereitung:
Das Gemüse putzen und kleinschneiden. Kartoffeln schälen und kleinschneiden und zusammen mit dem Gemüse in wenig Wasser weichdünsten. Die Haferflocken hinzufügen und mit Orangensaft und Wasser pürieren. Rühren Sie anschließend das Pflanzenöl in den heißen Brei.

Worauf Sie beim Breizubereiten achten sollten:

  • Bereiten Sie den Brei für Ihr Kleines selber zu, achten Sie darauf, dass alle Küchengeräte stets sehr sauber sind
  • Dampfkochtopf oder Thermomix sind nicht notwendig: Im ­normalen Topf geht es genauso einfach. Die beste Qualität und guten Geschmack liefern frische Lebensmittel, die sofort verarbeitet werden. Ist der Brei zu dick, mit etwas Kochwasser verdünnen.
  • Den frischen Brei sollte Ihr Baby innerhalb eines Tages verzehren.
  • Frisch gekochtes und püriertes Fleisch lässt sich prima als Miniportion in Eiswürfelboxen einfrieren und bei Bedarf schnell wieder erwärmen. Wichtig: Den Eiswürfelbehälter fest verschließen, um den Brei hygienisch einwandfrei aufzubewahren.
  • Babybrei braucht weder Salz noch andere Würze: Salz belastet im ersten Lebensjahr die Nieren des Babys unnötig.

Tipps zum Einfrieren und Auftauen:

  • Bei einer Temperatur von -18 Grad Celsius ist der Brei bis zu zwei Monate haltbar
  • Tauen Sie den Brei erst unmittelbar vor Babys Mahlzeit auf, am besten im warmen Wasserbad.
  • Wird Brei in der Mikrowelle erwärmt, können sich sogenannte Hotspots bilden, weil die Erhitzung nicht gleichmäßig verläuft. "Daher vor dem Füttern immer gut durchrühren und selbst probieren, ob die Temperatur okay ist", so Röwe.
  • Haben Sie den Brei einmal aufgetaut, dürfen Reste nicht neu aufgewärmt oder eingefroren werden

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