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Der richtige Schlafsack fürs Baby

So schön kuschelig und gleichzeitig super funktional: Der Schlafsack fürs Baby gehört zu den wichtigsten Ausstattungsdingen, die Eltern für ihren Nachwuchs besorgen sollten. Darauf kommt es an

von Barbara Weichs, 04.01.2019
Kleinkind

Der Schlafsack sollte dem Baby gut passen


Warum sollte mein Baby in einem Schlafsack schlafen?

Um das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu senken. Denn schläft ein Baby unter einer Decke, können zwei Dinge passieren, die Experten in Verbindung mit dem plötzlichen Kindstod sehen: 1. Das Kleine strampelt sich die Decke weg und gerät mit seinem Kopf darunter. 2. Dem Baby wird es unter der Decke zu heiß. ­

Darüber hinaus erhöhen folgende Dinge die Sicherheit beim Schlafen:

  • das Baby auf dem Rücken zum ­Schlafen legen,
  • eine nicht zu weiche Ma­tratze fürs Bettchen wählen, 
  • auf Kissen, Nestchen (Bettumrandung) sowie auf Kuscheltiere im Kopfbereich verzichten.

"Eltern müssen sich keine Sorgen machen, dass diese Schlafumge­bung ihrem Kind zu ungemütlich ist. Solange ihm der Schlafsack gut passt, wird es sich wohlfühlen", sagt ­Manuela Rauer, beratende Hebamme vom Deutschen Hebammenverband in Berlin.

Wie finde ich die richtige Größe für den Schlafsack?

Mit einer einfachen Formel: Körperlänge des Kindes minus Kopflänge plus zehn Zentimeter. "Die zehn Zenti­meter Luft braucht es, damit das Baby etwas Freiraum zum Strampeln hat und nicht eingeengt wird", erklärt die Hebamme. Länger sollte der Schlafsack nicht sein, denn ist er im Beinbereich zu schlabberig, verheddern sich die Kleinen, und dann wird es unbequem. Hals- und Armausschnitte dürfen nicht zu groß sein, damit das Kind nicht in den Schlafsack hineinrutscht. Aus diesem Grund gilt auch: "Einen Schlafsack bitte nicht zum Hineinwachsen kaufen", sagt Manuela Rauer.
Es gibt inzwischen auch besonders kleine Schlafsack-Modelle für Frühchen.

Welches Material ist für den Schlaf­sack empfehlenswert?

Baumwolle. Sie ist hautfreundlich und pflegeleicht. Der Schlafsack kann dann zum Beispiel bei 60 Grad gewaschen werden, falls einmal die Windel ausläuft oder das Baby daraufspuckt.

Knöpfe oder Reißverschluss – was ist praktischer?

Das ist Geschmackssache! Vor allem sollte das Verschlusssystem nicht auf der Rückseite des Schlafsacks angebracht sein. Das würde das Kleine unangenehm drücken. "Bei den meisten Modellen ist der Reißverschluss in die Seitennaht eingearbeitet", erklärt die Hebamme. Sehr praktisch für Eltern: wenn sich der Schlafsack um den gesamten Fußbereich herum öffnen lässt. Zum Wickeln muss das Kind dann nicht komplett ausgezogen werden. 

Brauche ich zwei? Einen für den Sommer und einen für den Winter?

Ja und nein. Denn entsprechend der Jahreszeit und den Temperaturen sollten Eltern ein dünneres Modell für heiße und ein dickeres (meist wattiert oder mit Daunen gefüllt) für die kälteren Monate verwenden. Es gibt aber auch Zwei-in-eins-Modelle, die beides bieten. "Meist bestehen sie aus einem dickeren Übersack und einem Inlet aus dünnerem Material", erklärt Manuela Rauer. Wer sich für so ein Modell entscheidet, kann sehr variabel auf die Um­­gebungstemperatur reagieren.

Was ziehe ich meinem Baby zum Schlafen an?

Kommt auf den Schlafsack an. Denn: "Das Baby darf nicht zu warm eingepackt werden, damit es nicht überhitzt", erklärt Rauer. Gerade Neu-Eltern können das oft noch nicht gut einschätzen. Die Hebamme empfiehlt daher, immer wieder im Nacken des Babys zu kontrollieren, wie es sich anfühlt: schwitzt das Kleine, einfach eine Schicht ausziehen. Ist der Nacken kühl, bitte mehr anziehen. An heißen Tagen genügt es auch völlig, wenn das Baby nur eine Windel im Schlafsack trägt. Im Herbst und Winter sollte es auf jeden Fall einen Langarmbody tragen, falls der Schlafsack keine Ärmel hat. Ist das Modell zudem recht dünn, rät die Expertin, dem Baby über Windel und Body einen Schlafanzug und Söckchen anzuziehen.

Bis zu welchem Alter braucht mein Kind einen Schlafsack?

Laut Empfehlung zur Prävention des plötzlichen Kindstods bis zum ersten Geburtstag. "Fühlt sich ein Kind auch darüber hinaus im Schlafsack wohl, spricht nichts dagegen, es darin zum Schlafen hinzulegen", sagt ­Manuela Rauer. Sehr mobile und aktive Kinder, die sich beim Schlafen viel drehen, verheddern sich leicht im Sack und wachen dann auf. Sobald Eltern das beobachten, steigen sie besser auf eine Decke um.


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