Babykleidung: Was passt bei welchem Wetter?

So oft wie möglich sollten Eltern mit ihrem Baby an die frische Luft. Doch wie warm muss das Kind eingepackt sein? Wir haben Tipps für verschiedene Wetterlagen
von Barbara Weichs, aktualisiert am 09.05.2016

Was anziehen bei welchem Wetter, damit Baby nicht zu warm oder zu kalt ist?

Stockbyte/ RYF

Zu heiß, zu kalt, die Sonne blendet – Babys können noch nicht so einfach mitteilen, wenn ihre Kleidung nicht dem Wetter entspricht. Deshalb wollen viele Eltern genau wissen, wie sie ihr Kleines bei Hitze, kühlem Wind oder Regen anziehen sollen, wenn sie mit ihm nach draußen gehen. Denn frische Luft ist für das Baby wichtig. Wir haben Tipps für jede Wetterlage.

Sonne, 30 Grad im Schatten

Die richtige Kleidung fürs Baby
W&B/Martina Ibelherr

Eine kurze Hose, T-Shirt und einen Sonnen­hut mit Nackenschutz in hellen Farben – mehr brauchen Babys jetzt nicht, vorausgesetzt, sie halten sich im ­Schatten auf. Und das sollten sie unbedingt: Haut­ärzte empfehlen, ­­Kinder im ers­ten Lebensjahr weder der ­prallen Sonne auszusetzen noch mit Sonnenschutzmittel einzucremen. Falls das im Ausnahmefall bei größeren Babys gar nicht geht, sollten Arme und Beine bedeckt sein, auf die restliche Haut kann Sonnencreme. Geeignet ist Kleidung aus ­Naturmaterialien wie Baumwolle oder Seide, damit kein ­Hitzestau entsteht. T-Shirt und Hose sollten locker sitzen, so kann Luft ­zirkulieren, was für Abkühlung sorgt.

Das brauchen Neugeborene*: dünne Hose und Shirt, so dass ­Beine und Arme bedeckt sind, sowie ein Sonnenhütchen mit Nackenschutz

*Als neugeboren gelten Babys bis zu einem Alter von vier Wochen

 

20 Grad, mal Sonne, mal Wolken


Die richtige Kleidung fürs Baby
W&B/Martina Ibelherr

Jetzt heißt es, das Baby so zu kleiden, dass man ihm leicht etwas aus- und anziehen kann. Der Lagen-Look bei diesem Wetter besteht aus Kurzarmbody, Langarmshirt, Strampler oder Hose­ mit Söckchen, Weste mit Knöpfen oder Reißverschluss sowie einer Mütze. Am besten immer wieder am Nacken prüfen, ob es dem Baby zu warm ist. Fühlt er sich trocken und warm an, passt alles, ist er feucht, ist dem Kind zu warm. Kalte Hände sind kein Anzeichen dafür, dass ein Baby friert, kalte ­Füße schon. Außerdem wird seine Haut im Gesicht sehr blass. Manche Babys werden unruhig, wenn sie frieren.

Das brauchen Neugeborene: das Gleiche wie ältere Babys

 

Sonne, aber es geht ein kalter Wind


Die richtige Kleidung fürs Baby
W&B/Martina Ibelherr

Bestes Ausgehwetter, es sei denn, der Wind bläst zu stark. Über einem Kurzarmbody trägt das Baby­ ein Langarmshirt, Strampler oder Hose mit Socken, ­einen Pulli und eine Mütze. Kann das Kind schon sitzen, braucht es auch eine dünne Jacke aus atmungsaktivem Material. Wichtiger Windschutz: das Verdeck des Kinderwagens­ hochklappen und den Wagen­, wenn möglich, gegen den Wind drehen. Eine Wind-und-Wetter-Creme benötigt Babys Gesicht nicht.

Das brauchen Neugeborene: das Gleiche wie ältere Babys

 

Nieselregen, es ist feucht-kalt


Die richtige Kleidung fürs Baby
W&B/Martina Ibelherr

Jetzt wärmen mehrere Schichten aus Naturmaterialien am besten: Langarmbody, Shirt, Strampler oder Hose mit Socken, Wollpulli, leichte Jacke, Mütze. Bei einer dicken Schicht wie zum Beispiel einem Nickipullover besteht die Gefahr, dass sich die Hitze staut und das Baby zu schwitzen beginnt. Wird das Kleine im Kinderwagen ausgefahren, sollten Eltern prüfen, ob der Wagen von unten ausreichend warm ist. Ein Stück Isomatte sorgt bei dünnen Tragetaschen für eine zusätzliche Isolierung. Wer mit seinem Baby im Tragetuch oder -sack spazieren geht, sollte das Jäckchen weglassen. Mama oder Papa strahlt genug Körperwärme ab, am besten aber die Jacke über Ihrem Kind zumachen.

Das brauchen Neugeborene: Nieselregen und dichter Nebel sind kein gutes Ausfahrwetter für Neugeborene. Den Spaziergang dann lieber auf die trockeneren Mittagsstunden verlegen. Langarmbody, Shirt, Baumwollstrumpfhose, Strampler, Fleecejacke und Mütze braucht das Kleine dann. Im Kinderwagen liegt es in der Tragetasche am besten in einem kuscheligen Sack.

 

Größere Kinder: Tipps für kleine Mode-Freaks

Kaum den Babyschuhen entwachsen, mischen die Kleinen schon beim Styling mit. Da marschiert die Dreijährige selbstbewusst mit pinkfarbenen Strümpfen zur roten Leggins umher, darüber das türkis-weiß getupfte Sommerkleidchen. Die Füße zieren geblümte Gummistiefel. Wenn Kinder die Kleiderwahl haben, kommen oft wilde Kombinationen heraus.

Experten raten zu ­Gelassenheit. Mit zunehmendem Alter wollen die ­Kleinen nun mal immer mehr Entscheidungen selbst treffen – auch darüber, was sie sich morgens anziehen. Eltern sollten dieses Bedürfnis respektieren, auch wenn ihr Kind dann schräg gekleidet herumläuft.

Nicht auszuhalten? Dann könnte ­dies ein Kompromiss sein: An zwei Tagen der Woche bestimmt das ­Kleine, was es trägt, an den restlichen Tagen Mama oder Papa. Wenn der Entscheidungsprozess morgens zu lange dauert, am Abend vorher die Sachen gemeinsam herauslegen. Außerdem gilt: Das Wetter hat ein Mitbestimmungsrecht. Ist es kühl und regnerisch, müssen die neuen Sandalen gegen ­feste Schuhe getauscht werden.



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