BABY-Basics – Schlafen (1):
Schlaf gut!

Babys haben noch keinen ausdauernden Schlummer. Sie lernen erst allmählich, Tag und Nacht zu unterscheiden

So selig liegen die Kleinen nicht immer im Bettchen

Bis die Kleinen schlafen wie die Großen, vergehen viele aufregende Nächte. Die meisten Neugeborenen können noch nicht mehrere Stunden am Stück schlummern. Grund für das häufige Aufwachen ist eine spezielle Schlaf-Architektur, sagt Professor Eckardt Trowitzsch, der das Kinderschlaflabor an der Vestischen Kinderklinik in Datteln leitet.

 

Ein Schlafzyklus, also Tiefschlaf gefolgt von Traumschlaf, dauert bei Babys nur eine halbe bis eine Stunde. Zwischen diesen Phasen ist die Wahrscheinlichkeit aufzuwachen, groß. Zum Vergleich: Der Schlafzyklus bei Erwachsenen ist zwei- oder dreimal so lang.

 

Babys verbringen außerdem die Hälfte des Schlummers im Traumschlaf. Dabei ist das Gehirn genauso aktiv wie im Wachzustand. „Dieser Schlaf ist für die Hirnentwicklung wichtig“, sagt Schlafmediziner Trowitzsch.

 

Tag und Nacht zu unterscheiden lernen die Kleinen erst nach und nach. In den ersten Wochen schlafen sie ständig, wenn sie nicht gerade gestillt oder gewickelt werden. Das macht 19 bis 20 Stunden über den ganzen Tag verteilt. Mit einem halben Jahr haben die meisten Kleinen gelernt, dass die Nacht die Hauptschlafenszeit ist. Mit etwa einem Jahr gibt es für sie nur noch zwei Schlafzeiten. Sie schlummern nachts um die zwölf und mittags ein bis zwei Stunden.

 

Eltern können ihrem Kind dabei helfen, seinen Rhythmus zu finden. Wie, das lesen Sie unten im Kapitel "Alles nach Plan".