1. Arbeit/Leistung/Anerkennung: Egal, ob wir als Chefin ein Team von 30 Angestellten leiten oder täglich als Hausfrau mit zwei brüllenden Zwergen und einer Waschmaschine kämpfen: Wichtig ist, dass wir aus dem, was wir leisten, mehr ziehen als ein sicheres Auskommen. Das scheint, wenn es um Erwerbsarbeit geht, hierzulande nur selten der Fall zu sein. Obwohl fast allen Deutschen wichtig ist, ihren Job als sinnvoll zu erleben, verspüren 87 Prozent der Arbeitnehmer keine echte Verpflichtung gegenüber ihrer Tätigkeit, ermittelte das Gallup-Institut. Fast 40 Prozent der Deutschen ist der tägliche Kampf in der Arbeit sogar zu hart, fand das Meinungsinstitut TNS vergangenes Jahr heraus. Wie schade: Denn wer den Beruf vor allem als Belastung erlebt, wer nur darauf hofft, dass endlich der Feierabend und die Ferien beginnen, tut sich beim Thema Lebenszufriedenheit und -balance schwerer.
2. Familie/Partnerschaft: In diesem Bereich geht es, so Kaluza, „um Intimität, Zugehörigkeit, unbedingtes Angenommensein“. In engen Beziehungen, mit Kindern oder dem Partner, kann man sich fallen lassen, auch wenn einem zum Beispiel gerade im Beruf der Boden unter den Füßen schwankt. Besonders fatal sei es deshalb, warnt Kaluza, „wenn beruflich stark engagierte Väter vor lauter Arbeit die Familie hintenanstellen“.