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Zahnen: Das lindert die Schmerzen

Das Kleine kaut auf allem herum? Dann bekommt es vielleicht seine ersten Zähne. Und das tut meist ganz schön weh. Was Ihrem Baby gegen die Schmerzen hilft


Wenn Kinder zahnen, ist ihnen oft alles recht, was sich in den Mund stecken lässt

Schon beim Neugeborenen stehen 20 kleine Milchzähne im ­Kiefer bereit. Die wachsenden Wurzeln treiben sie immer weiter nach oben. Mit sechs Monaten ist es meist so weit: Die ersten Zähne spitzen durch. Dann steigen der Speichelfluss und die Durchblutung, das Kind sabbert mehr und hat rote Bäckchen. Möglicherweise ist es weinerlich, quengelig, schläft schlecht. All das erklärt sich durch Spannungen im wachsenden Kiefer und/oder Entzündungen der zarten Mundschleimhaut. Drei Strategien, die Ihrem Baby jetzt helfen:


Mechanische Linderung

Kauen lindert Schmerz und Kieferspannung. Geben Sie Ihrem Kind etwas Kühles und Festes zwischen die Zähne, am besten einen speziellen Beißring aus Kunststoff oder Gummi. Bitte gekühlt – aber nicht gefroren! Gurken, Möhren oder festes Brot eignen sich nur mit Einschränkung: Babys können sich daran verschlucken.

Schulmedizinische Medikamente

Schmerz- und entzündungshemmende Zahnungshilfen aus der Apotheke lindern Rötung und Schwellung der Mundschleimhaut. Solche Gele oder Tropfen enthalten zum Beispiel ein ­Lokalanästhetikum und Kamillenextrakt. Die vorgeschriebene Menge wird mit dem sauberen Finger oder einem Wattestäbchen vorsichtig auf die Zahnleiste aufgetragen oder leicht einmassiert.

Alternative Mittel

Auch Homö­opathen setzen bei Zahnungsbeschwerden gern auf Kamille (Chamomilla). „Zahnungskügelchen“ enthalten die Heilpflanze und Mineralstoffe in homöopathischer Form. Ein ähnliches Präparat in Zäpfchenform soll Unruhe und fiebrige Beschwerden bei Kleinkindern mildern.

Wann zum Arzt?

Fieber, Ohren­schmerzen und Verdauungs­beschwerden können mit dem
Zahnen zeitlich zusammen­fallen, ohne dass das eine das andere auslöst. Wenn die Tempera­tur über 39° Celsius steigt oder aber unklare Beschwerden auftreten, sollten Sie mit Ihrem Baby zum Arzt gehen.




Bildnachweis: Fotolia/Joanna Zielinska/2009

Ralf Schlenger / Baby und Familie; aktualisiert am 25.08.2014,
Bildnachweis: Fotolia/Joanna Zielinska/2009

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