Das lindert die Schmerzen beim Zahnen

Das Kleine kaut auf allem herum? Dann bekommt es vielleicht seine ersten Zähne. Und das tut meist ganz schön weh. Was dem Baby gegen die Schmerzen hilft

von Ralf Schlenger, 14.01.2016

Wenn Kinder zahnen, ist ihnen oft alles recht, was sich in den Mund stecken lässt

Fotolia/Joanna Zielinska

Schon beim Neugeborenen stehen die Milchzähne im ­Kiefer bereit. Die wachsenden Wurzeln treiben sie immer weiter nach oben. Mit sechs Monaten ist es meist so weit: Die ersten Zähne spitzen durch. Dann steigen der Speichelfluss und die Durchblutung, das Kind ist möglicherweise weinerlich und unruhig. Diese Strategien helfen Ihrem Baby jetzt:

Auf Symptome achten

20 Zähnchen drängen zwischen dem sechsten und 24. Lebensmonat Ihres Kindes nach draußen. Das geht selten ganz ohne Beschwerden ab. Das Zahnfleisch kann anschwellen, die Mundschleimhaut spannen und sich beim Durchbruch der Zähne entzünden. Bei man­chen Kindern verläuft das Zahnwachstum aber auch ohne Probleme vor sich. Meistens sabbert das Kleine verstärkt und hat rote Wangen durch die verbesserte Durchblutung. Andere Kleine quengeln mehr und schlafen schlechter.


Kiefer kühlen

Zahnende Kinder beißen gern auf allem herum, stecken Finger und Fäustchen in den Mund. Offenbar lindert das Kauen Schmerzen und Kieferspannen. Bieten Sie Ihrem Baby etwas Kühles und Festes an, am besten einen Beißring. Bitte nur gekühlt – nicht gefroren! Eine feste Karotte, Gurke oder Brotrinde eignet sich nur bedingt. Das Kind kann sich nämlich verschlucken, deshalb nur unter Aufsicht geben.

Schmerzen lindern

Ist die Haut gereizt, können Zahnungsgele oder -tropfen helfen. Sie lindern die Entzündung und den Schmerz, etwa durch Kamillenextrakt. In schweren Fällen sollte man sich mit dem Arzt beraten, ob Paracetamol oder Ibuprofen in altersgerechter Dosierung eine Lösung sind. Das Einpinseln der Mundschleimhaut mit verdünnter Myrrhe- oder Ratanhia-Tinktur wirkt entzündungshemmend, fragen Sie dazu Ihren Arzt. Salbei- oder Kamillentee aufzutupfen kann ebenfalls helfen. Viele Eltern setzen auch auf homöopathische oder anthroposophische Mittel.

Wann zum Arzt?

Bei starken oder unklaren Beschwerden, Fieber über 38,5 Grad, Infekten oder Essverweigerung sollten Sie ärztlichen Rat suchen. Fieberhafte Infekte oder Durchfall können mit dem Zahndurchbruch auftreten, sind aber keine Folge.



Bildnachweis: Fotolia/Joanna Zielinska
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