Noch im 19. Jahrhundert wurden die so genannten Frauenleiden als bloße Hypochondrie des weiblichen Geschlechts abgetan. Man glaubte sogar, diese Beschwerden seien eine bloße "Modekrankheit der Damen, vermeintlich durch zum Gehirn aufsteigende Blähungen verursacht". Die größtenteils männlichen Ärzte nahmen die Leiden der Frauen nicht ernst und taten sie als hysterische Launen ab. Heute weiß man es glücklicherweise besser.
Regelmäßige Besuche beim Frauenarzt
Menstruationsbeschwerden, Zwischenblutungen, PMS oder Eileiterentzündungen – zuständig für Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane sind im Allgemeinen die Frauenärzte und -ärztinnen. Der jährliche Besuch beim Gynäkologen ist unbedingt nötig und für die Früherkennung vieler Frauenerkrankungen unerlässlich.
Frühe Diagnose, rechtzeitige Behandlung
Gerade wenn Frauen schwanger werden möchten oder bereits schwanger sind, bleiben gynäkologische Untersuchungen unumgänglich. Es empfiehlt sich, lieber einmal mehr als einmal zu wenig in die Frauenarztpraxis zu gehen – gerade dann, wenn man öfter an Infektionen erkrankt, starke Menstruationsbeschwerden oder unregelmäßige Blutungen hat. Veränderungen der Unterleibsorgane können so schnell diagnostiziert und rasch behandelt werden.
Menstruationsbeschwerden
Die Symptome, die während oder vor der Regel auftauchen können, sind vielfältig und von Frau zu Frau verschieden. Durch das Zusammenziehen der Muskulatur der Gebärmutter kann es zu krampfartigen Schmerzen im Unterleib kommen. Kopfschmerzen, manchmal auch Übelkeit oder Durchfall sind unschöne Begleiterscheinungen. Gerade bei jungen Mädchen oder auch sehr dünnen Frauen können diese Leiden extrem schmerzhaft sein. Manchmal hilft schon eine Wärmflasche, eine Runde Yoga, Qigong oder ein wohliges Bad, um die Schmerzen einzudämmen. Mitunter kann den Regelbeschwerden nur mit Hilfe von Schmerzmitteln zu Leibe gerückt werden. Oft werden auch Kontrazeptiva eingesetzt, um die Menstruationsbeschwerden auf lange Sicht zu lindern. Die Antibabypille balanciert das zyklische hormonelle Ungleichgewicht aus und beeinflusst Schmerzsignale.
Prämenstruelles Syndrom
Bevor die Periode einsetzt, schüttelt es den Hormonhaushalt einer Frau ganz schön durcheinander. Neben den rein physischen Beschwerden kann es da auch zu erheblichen Stimmungsschwankungen kommen. Dieses so genannte prämenstruelle Syndrom (PMS) hat ebenfalls nichts mit Hysterie oder Einbildung zu tun, sondern ist ein hormonell bedingter Zustand, der sehr unangenehm sein kann. Spannende Brüste, Pickel, Heißhunger auf Süßigkeiten und schlechte Laune: Die meisten Frauen kennen diese PMS-Symptome nur zu gut. Glücklicherweise wissen sie auch, dass dieser Zustand nur von kurzer Dauer ist und meistens aufhört, wenn die Menstruation beginnt. Tipps bei PMS: Kräutertees, Massagen, Sport oder ein entspannendes Bad.
Wissenswertes über Brustkrebs
Um Krankheiten wie Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen, führen Gynäkologen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch. Brustkrebs (Mammakarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Alles zu diesem wichtigen Thema Brustkrebs – Ursachen, Risikofaktoren, Symptome und Therapie – finden Sie in den Artikeln auf dieser Seite. Auch zum Thema Gebärmutterhalskrebs haben wir Ihnen Wissenswertes zusammengestellt.
Weitere Informationen zu Frauenbeschwerden und -krankheiten erhalten Sie über die Links auf dieser Seite.
Sandra Schmid / www.baby-und-familie.de;
01.09.2009, aktualisiert am 04.03.2011
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