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Zahnpflege: Das sollten Schwangere beachten

Während der Schwangerschaft sind Zahnfleisch und Zähne oft besonders empfindlich. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der täglichen Mundhygiene achten sollten


Da das Zahnfleisch bei Schwangeren oft empfindlicher ist, eignet sich eine Zahnbürste mit weichen Borsten für sie am besten

Vielleicht ist es Ihnen seit dem Beginn Ihrer Schwangerschaft beim Blick in den Spiegel schon aufgefallen: Ihr Zahnfleisch ist im Vergleich zu früher stärker gerötet und fängt manchmal sogar an zu bluten. Ursache ist die Hormonumstellung in der Schwangerschaft. Das Östrogen bewirkt, dass das Zahnfleisch besser durchblutet wird als sonst. Das Zahnfleisch kann anschwellen und insgesamt lockerer werden. Manchmal kommt es sogar zu Wucherungen. Aber auch die Zusammensetzung Ihres Speichels hat sich durch die Hormonumstellung etwas verändert. Er ist sauerer als sonst und greift so eher den schützenden Zahnschmelz an. Das Risiko für Zahnfleischentzündungen und Karies steigt.


Gründlich putzen – aber mit weichen Borsten!

Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollten Sie in den nächsten Wochen auf eine besonders sorgfältige Mundhygiene achten. Putzen Sie Ihre Zähne am besten nach jeder Mahlzeit gründlich, vor allem aber morgens und abends. Verwenden Sie dabei eine Zahnbürste mit weichen, biegsamen Borsten. Die fühlt sich angenehmer an und reizt das Zahnfleisch nicht so stark.

Manchmal kann es vorkommen, dass schwangeren Frauen durch die mechanische Bewegung im Mund übel wird. Wechseln Sie dann einfach auf eine Zahnbürste mit kleinerem Bürstenkopf, zum Beispiel eine Kinderzahnbürste. Zwischendrin können Sie notfalls auch auf eine bakterienhemmende Mundspüllösung zurückgreifen, wenn Übelkeit das Zähneputzen verhindert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, damit Sie ein für diesen Zweck und für Schwangere geeignetes Produkt wählen.

Sollten Sie brechen müssen, greifen Sie anschließend nicht gleich wieder zur Zahnbürste. Spülen Sie den Mund lieber mit Wasser oder einer Mundspüllösung aus und warten Sie mindestens eine halbe Stunde, bevor Sie die Zähne erneut putzen. Denn die Magensäure greift den Zahnschmelz an, heftiges Bürsten kann ihn dann noch stärker schädigen.

Zahnzwischenräume nicht vergessen!

Vergessen Sie bei der Zahnpflege nicht die Zahnzwischenräume. Hier verstecken sich häufig Speisereste, die Sie mit der normalen Zahnbürste nicht erreichen können. Zur Reinigung können Sie Zahnseide oder speziell geformte, dünne Bürstchen benutzen.

Es bietet sich an, gleich zu Beginn Ihrer Schwangerschaft einen Untersuchungstermin beim Zahnarzt zu vereinbaren. Er überprüft den Zustand Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleischs und empfiehlt – falls nötig – eine professionelle Zahnreinigung. Außerdem berät er Sie zu allen Fragen rund um die richtige Zahnpflege in der Schwangerschaft. Liegt zum Beispiel eine Zahnfleischentzündung vor, wird er gegebenenfalls Behandlungsmaßnahmen einleiten. Größere Eingriffe sollten Sie wenn möglich allerdings besser auf die Zeit nach der Geburt verschieben. Frauen, die erst planen, schwanger zu werden, unterziehen sich idealerweise vorab einer Zahnbehandlung.



Julia Schulters / www.baby-und-familie.de; 10.01.2012
Bildnachweis: Thinkstock/Pixland

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