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Gut durch die Krise

Es geht zwar aufwärts, doch so ganz scheint die Wirtschaftsflaute noch nicht vorbei zu sein. Kein Grund, zu verzweifeln, sagen Experten. Was Familien hilft und wie sich neue Horizonte eröffnen


Gemeinsam durch die Krise: Familien halten in schweren Zeiten zusammen

Mehr als ein Drittel der Berufstätigen hat die Wirtschafts- und Finanzkrise unmittelbar getroffen, fand das Institut für Demoskopie in Allensbach heraus. Die Unternehmen, in denen die Menschen arbeiten, haben zum Teil immer noch mit den Auswirkungen der Rezession zu kämpfen. Kein Wunder, dass das in vielen Familien die Stimmung drückt. Wir haben fünf Punkte zusammengestellt, die Ihnen helfen, besser durch die Krise zu kommen.

 

1. Prioritäten neu überdenken

Aus Angst vor noch schlechteren Zeiten packen viele Familien Geld auf die hohe Kante. Die Reserven sollen helfen, Durststrecken zu überwinden. Sparen ist natürlich immer gut, nur sollten Sie das Geld nicht an der falschen Stelle abzwacken. „Das Taschengeld der Kinder komplett zu streichen ist zum Beispiel nicht der richtige Weg“, sagt Beate Weymann, Diplom-Sozialpädagogin aus Dassel in Niedersachsen. Eltern sollten es dem Familienbudget anpassen.



Was hat die höchste Priorität?

Streichen Sie, wenn möglich, auch nicht den Jahresurlaub mit der Familie. Denn allen Familienmitgliedern tut es gut, mal ein oder zwei Wochen rauszukommen aus dem Alltag. Außerdem schweißt die gemeinsame Zeit die Familie zusammen. „Es muss ja kein Luxusurlaub sein“, sagt Weymann. Kinder sind auch oft schon mit Jugendherberge, Campingplatz oder Ferien bei den Großeltern zufrieden.


Mit etwas größeren Kindern können Sie im Familienrat überlegen, auf welche Anschaffungen oder Unternehmungen die Familie verzichten kann. Das jüngere Kind bekommt vielleicht statt eines neuen Fahrrads erst einmal das gebrauchte vom großen Bruder. Statt Eis essen zu gehen, stellt die Familie ihr eigenes Eis her. Und manche Bücher werden nicht gekauft, sondern in der Bibliothek ausgeliehen.


Das Gute: Oft stellen Familien fest, dass die Lebensqualität nicht wesentlich sinkt, nur weil sie weniger Geld ausgeben. „Wir lernen in der Krise, dass wir Erfolg nicht mehr alleine an materiellen Dingen oder Geldzuwächsen festmachen können“, bestätigt Diplom-Soziologe Oliver Dziemba vom Zukunftsinstitut im hessischen Kelkheim.



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Tina Haase / Baby und Familie; 17.05.2010, aktualisiert am 17.12.2010
Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr, istock/pixdeluxe

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