Windpocken: Ursachen

Das Varizella-zoster-Virus ist für die Windpocken sowie für eine Gürtelrose verantwortlich. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen und die Luft – den "Wind", der die Erreger weiterträgt

aktualisiert am 12.09.2013

Tückisch: Windpockenpatienten sind schon infektiös, bevor der Ausschlag auftritt

Banana Stock/RYF

Bei dem Erreger dieser Infektionskrankheit handelt es sich um das Varizella-zoster-Virus (VZV). Es gehört zu den Herpesviren, und zwar zur gleichen Untergruppe wie auch die Herpes-simplex-Viren, die unter anderem die Lippenbläschen hervorrufen können. Im Gegensatz aber zu den Herpes-Simplex-Viren hinterlassen die Varizella-zoster-Viren in der Regel eine lebenslange Immunität. Ist das Immunsystem geschwächt, kann die Erkrankung im Erwachsenenalter allerdings in Form einer Gürtelrose wieder aufflammen. Ungeschützte Kinder und Erwachsene können sich bei an Gürtelrose Erkrankten mit Windpocken anstecken, wenn sie in Kontakt mit der virushaltigen Bläschenflüssigkeit kommen.

Windpocken werden durch erkrankte Personen übertragen, wobei oft kein direkter Kontakt erkennbar ist, daher der Name Windpocken. Mit dem Luftstrom gelangen die Erreger in die Atemwege des nächsten Patienten. Hier setzen sie sich zuerst in den Schleimhäuten fest, wo sie sich vermehren und dann in die Blutwege des Nasen-Rachen-Raums eindringen. Von dort aus können sie sich weiter ausbreiten.


Ein Windpockenpatient ist bereits ein bis zwei Tage vor der Bläschenbildung ansteckend (infektiös). Gut fünf Tage nach dem letzten Schub, etwa wenn die letzten Bläschen verschorft sind, geht von dem Kranken keine Infektionsgefahr mehr aus.



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