Windpocken: Therapie

Die Behandlung soll helfen, Beschwerden wie Juckreiz zu lindern und Komplikationen zu vermeiden

aktualisiert am 12.09.2013

Bewährt: Zinkschüttelmixtur hilft, die Bläschen auszutrocknen

Panthermedia/Radka Lindkova

Im normalen Krankheitsverlauf geht es vor allem darum, das Jucken zu mildern. Es helfen Medikamente gegen Juckreiz, Antihistaminika, die eingenommen werden. Seit langem hat sich bei Windpocken auch eine Zinkschüttelmixtur zum Auftupfen bewährt, sie unterstützt das Austrocknen der Bläschen.

Ist ein Baby kurz vor oder nach der Geburt erkrankt, besteht großer Therapiebedarf. Vor der Geburt bekommt die werdende Mutter innerhalb von ein bis drei Tagen nach der möglichen Ansteckung spezielle Immunglobuline, das sind bereits fertige Antikörper gegen die Varizella-zoster-Viren. Damit soll vor allem das Ungeborene einen gewissen Schutz mit auf den Weg bekommen. Nach der Geburt werden dem Baby die Antikörper gespritzt. Zusätzlich erhält es meist ein virenhemmendes Arzneimittel (Wirkstoff Aciclovir), vor allem, wenn es bereits Krankheitssymptome zeigt.


Die vorbeugende Verabreichung von Antikörpern gegen das Virus nach Kontakt zu einem Erkrankten kann auch für Patienten mit einem geschwächten Abwehr, wie Krebskranken oder Patienten mit Immundefekten, sinnvoll sein.

Warnhinweis: Oft hat ein Kind auch Schmerzen. Trotzdem sollte es keine Schmerzmittel mit Acetylsalizylsäure erhalten. Denn Windpockenviren können in Kombination mit diesem Wirkstoff möglicherweise das lebensbedrohliche Reye-Syndrom (sprich: Rei) auslösen. Es handelt sich hierbei um eine Entzündung und Schwellung des Gehirns, verbunden mit einer schweren Leberschädigung.



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