Windpocken: Symptome

Kennzeichnend für die Windpocken ist ein stark juckender Hautausschlag, der sich schubweise entwickelt. Er breitet sich über den ganzen Körper aus, heilt aber meist folgenlos ab. Es können jedoch Komplikationen sowie Zweiterkrankungen im Erwachsenenalter auftreten

aktualisiert am 12.09.2013

Kleine Bläschen: Bild einer Windpocken-Infektion

W&B/Angelika Jakob/RY

Etwa zwei, drei Wochen nach der Infektion zeigen sich die ersten Krankheitsanzeichen. Diese beginnen häufig uncharakteristisch mit leichten Kopfschmerzen, mäßigem Fieber, Appetitlosigkeit sowie einem unbestimmten Krankheitsgefühl. Bei kleineren Kindern können solche Anfangssymptome fehlen. Zwei bis drei Tage danach bricht ein Ausschlag aus kleinen, flachen und roten Flecken aus. Diese entwickeln sich innerhalb von sechs Stunden zu Bläschen, die mit einer klaren, virushaltigen Flüssigkeit gefüllt sind und stark jucken. Die Kranken sollten möglichst nicht daran kratzen, weil aufgekratzte Bläschen lebenslange Narben hinterlassen können. Zudem besteht die Gefahr einer zusätzlichen Infektion durch Bakterien. Wenn die Bläschen eintrocknen und verkrusten, bleiben keine Spuren zurück.

Fünf Tage lang blühen schubweise immer wieder neue Bläschen auf. Sie breiten sich vor allem über den Rumpf, das Gesicht und die Kopfhaut sowie über Arme und Beine aus, können aber auch die Schleimhäute, zum Beispiel im Mund, befallen. An manchen Stellen, wie unter den Augenlidern, im Mund und in der Scheide, sind die Bläschen auch schmerzhaft. Charakteristisch ist das Nebeneinander von alten eingetrockneten und frischen neuen Bläschen unterschiedlicher Größe.


Ab dem sechsten Tag nach der Bläschenbildung beginnt die Heilungszeit. Es dauert noch einmal bis zu drei Wochen, bis alle Bläschen abgeheilt sind.

Die meisten Kinder sind nach der Krankheit immun gegen Windpocken. Aus noch nicht geklärten Gründen versagt allerdings diese Immunität bei ein bis zwei Prozent der Betroffenen. Sie können sich noch einmal neu mit Windpocken-Erregern anstecken.



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