Windpocken: Reaktivierung: Gürtelrose

Im Erwachsenenalter können die Windpockenerreger, die im Körper verblieben sind, eine Gürtelrose (Zoster) auslösen

aktualisiert am 12.09.2013

Ein Erreger zwei Krankheiten: Das Varizella-zoster-Virus kann nicht nur Windpocken, sondern auch Gürtelrose verursachen (um die Grafik ganz zu sehen, bitte auf die Lupe oben links klicken!)

W&B/Dr. Ulrike Möhle

Die Varizella-zoster-Viren werden vom Immunsystem nur zurückgedrängt und meist nicht eliminiert. Sie wandern dann von der Haut aus über die sensiblen Nervenbahnen in die Nervenzellen (Spinalganglien) entlang der Wirbelsäule und verstecken sich hier, ohne weiteren Schaden anzurichten. Wenn die Abwehrstärke, zum Beispiel in Stresssituationen oder durch Krankheit, sinkt, steigt die Gefahr, dass die Viren wieder aktiv werden und dann eine Gürtelrose verursachen.

Die Gürtelrose oder Herpes zoster zeigt sich mit ähnlichen Bläschen wie die Windpocken. Allerdings entwickeln diese sich nur auf dem Teil der Hautfläche, der von der Nervenbahn versorgt wird, in dessen Spinalganglien sich die Viren befinden. Dies ist meist am Rumpf. Manchmal ist auch der Trigeminusnerv betroffen, dann bildet sich der Ausschlag im Gesicht und man spricht von einer Gesichtsrose. Der oft halbrund, wie ein "Gürtel" angeordnete Ausschlag geht häufig mit starken Schmerzen einher, die bisweilen nach überstandener Erkrankung als Nervenschmerzen noch länger fortbestehen können.



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