Windpocken: Komplikationen

Meistens verläuft eine Windpockenerkrankung problemlos. Mitunter können jedoch unmittelbar Folgeerkrankungen auftreten sowie Jahre später eine Gürtelrose. Besonders gefährdet sind Kinder im Mutterleib und Neugeborene

aktualisiert am 12.09.2013

Gefahr für das Ungeborene: Eine Ansteckung in der Schwangerschaft sollte man vermeiden

Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY

Es gibt einige gefürchtete Komplikationen, die mit Windpocken verbunden sein können. Sie treten jedoch, vor allem bei Kindern, relativ selten auf. So können sich die Bläschen mit Bakterien (vor allem Staphylokokken oder Streptokokken) infizieren. Besonders Erwachsene mit einem schwachen Immunsystem sind gefährdet, eine Lungen-, Mittelohr- oder Leberentzündung zu entwickeln. Auch eine Entzündung des Kleinhirns (Zerebellitis) oder des Gesamthirns (Enzephalitis) gehört zu den gefürchteten Risiken. Die Folgen können Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit, eine lebenslange Behinderung oder sogar der Tod sein.

In der Schwangerschaft bedeuten Windpocken eine Gefahr für das Ungeborene. Wenn eine werdende Mutter vor der 20. Schwangerschaftswoche an Windpocken erkrankt, besteht für das Kind ein Schädigungsrisiko von einem Prozent: Es kann zu Gliedmaßenfehlbildungen, Wachstumsstörungen oder einen angeborenen grauen Star (Katarakt) kommen.


Infiziert sich die Mutter fünf Tage vor oder bis zu zwei Tagen nach dem Geburtstermin, ist die Erkrankungsgefahr für das unbehandelte Kind besonders hoch (Neugeborenen-Varizellen). In einem solchen Fall werden dann besondere Therapiemaßnahmen notwendig, denn der Verlauf ist bei Neugeborenen besonders schwer, das Sterberisiko beträgt etwa 30 Prozent.



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