Windpocken: Die Ansteckung von Kind zu Kind ist die "Hauptquelle", Impfen gegen Windpocken der beste Schutz vor der "Kinderkrankheit"
Die Möglichkeit, dass ältere Menschen mit Gürtelrose das Virus auf ein Kind übertragen und dieses dann die Windpocken bekommt, besteht tatsächlich. Da dieser Übertragungsmechanismus aber gegenüber der Ansteckung bei einem anderen Kind mit Windpocken eher selten ist, dürfte eine solche – die ältere Bevölkerung betreffende und derzeit bei uns noch nicht eingeführte Impfmaßnahme – nicht zu einer wesentlichen Verminderung der Windpockenerkrankungen führen, auch wenn sie immerhin in der Lage ist, die hoch schmerzhafte Gürtelrose zu verhindern. Für Kinder dagegen wird eine Impfung direkt gegen Windpocken seit 2004 offiziell empfohlen.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
Die Experten der "Sprechstunde Kinderkrankheiten" beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.
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29.05.2009, aktualisiert am 15.06.2011
Bildnachweis: W&B/Angelika Jakob
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