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Kondom

Wirksamer und einziger Schutz vor der Übertragung von HIV, Hepatitis-B und Geschlechtskrankheiten


Kondome gibt es in verschiedenen Farben und Größen

Das Kondom ist nach der Pille das beliebteste Verhütungsmittel – nicht umsonst: Denn im Gegensatz zu allen übrigen Verhütungsmethoden schützt es vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten und zugleich vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Dass der Pearl-Index des Kondoms zwischen 2 und 12 liegt, hängt vor allem mit einer falschen Handhabung zusammen. Das Sytem ist einfach, erfordert jedoch anfangs etwas Übung.


Anwendung

Folgendes sollten Sie bei der Verwendung eines Kondoms unbedingt beachten:

- beachten Sie das auf der Verpackung angegebene Verfallsdatum und lagern Sie das Kondom an einem lichtgeschützten, kühlen Ort. Sonneneinstrahlung, Hitze, Fett und gewöhnliches Öl machen das Material porös

- nehmen Sie das Kondom vorsichtig aus der Verpackung. Verwenden Sie dabei keine spitzen Fingernägel oder andere spitze oder scharfe Gegenstände

- nehmen Sie das Kondom vorsichtig am Reservoir – dem kleinen Zipfel an der Spitze – heraus, drücken Sie die Luft heraus, setzen Sie es am Penisschaft an und rollen Sie es vorsichtig mit der Innenseite nach unten über den Penis ab. Achten Sie darauf, dass keine Luftbläschen entstehen

- sollten Sie das Kondom versehentlich falsch herum abgerollt haben (also mit der Außenseite nach innen), nehmen Sie bitte ein neues. Es könnte sich nämlich bereits Samenflüssigkeit daran befinden

- nach dem Samenerguss sollte der Penis aus der Scheide gezogen werden, bevor er erschlafft. Das Kondom könnte sonst rutschen und sich in die Scheide entleeren. Halten Sie beim Herausziehen das Kondom am Schaft fest, damit es nicht abrutscht. Entsorgen Sie es im Abfalleimer und nicht in der Toilette

Vor- und Nachteile

"Der größte Vorteil des Kondoms ist natürlich der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten", sagt Hausser. Es ist frei von Nebenwirkungen und rezeptfrei in den Apotheken zu bekommen.

Nachteilig hingegen ist, dass es bei inkorrekter Handhabung zu einer Schwangerschaft kommen kann. Auch Latexunverträglichkeiten können auftreten. Doch selbst in einem solchen Fall muss nicht auf Kondome verzichtet werden: In Apotheken sind spezielle Kondome aus Polyurethan erhältlich. Sie sind auch für Allergiker geeignet.

Für wen geeignet?

"Da nur das Kondom vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützt, empfehle ich es jedem!" Besonders für Menschen, die einen neuen Partner haben oder ihre Partner häufig wechseln, sollte das Kondom eine Selbstverständlichkeit sein. Auch als zusätzliche Verhütungsmaßnahme – weil beispielsweise die Einnahme der Pille vergessen wurde – ist ein Kondom zu empfehlen.

Ein Muss sind Kondome für Menschen, die das HI-Virus in sich tragen oder die mit Hepatitis-B infiziert sind.



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Vanessa von Blumenstein / www.baby-und-familie.de; 27.08.2010, aktualisiert am 29.09.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte

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