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Drei-Monats-Spritze

Sichere Langzeitverhütung


Die Drei-Monats-Spritze wirkt mit dem ersten Tag der Anwendung

Die Drei-Monats-Spritze gehört wie die Pille zu den hormonellen Verhütungsmethoden. "Im Gegensatz zur Mikropille enthält sie jedoch nur Gestagen und kein Östrogen", erklärt Experte Hausser. Somit fallen die mit dem Östrogen verbundenen möglichen Nebenwirkungen weg.

Das Verhütungsmittel wird vom Frauenarzt alle drei Monate in den Oberarm- oder Gesäßmuskel injiziert. Von dort bahnen sich dann die Hormone über das Blut ihren Weg zu Gebärmutter und Eierstöcken. Die Drei-Monats-Spritze wirkt genau wie die Mikropille auf dreierlei Weise: Der Eisprung wird unterdrückt, der verdickte Zervixschleim versperrt den Spermien den Weg in die Gebärmutter, und der verringerte Aufbau der Gebärmutterschleimhaut hindert eine befruchtete Eizelle daran, sich in der Gebärmutter einzunisten.

 

 


Nebenwirkungen

Bei Frauen, die mit der Drei-Monats-Spritze verhüten, können Schmier- oder Zwischenblutungen auftreten. Auch Zyklusstörungen, Stimmungsschwankungen, Akne und Gewichtszunahme sind mögliche Nebenwirkungen. Frauen, die diese Verhütungsmethode sehr lange anwenden, haben außerdem aufgrund des fehlenden Östrogens ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. Denn Östrogen ist maßgeblich am Knochenstoffwechsel beteiligt.

Vor- und Nachteile

"Vorteile sind die hohe Sicherheit und die einfache Anwendung", sagt Hausser. Da man nicht jeden Tag daran denken muss, rechtzeitig etwas einzunehmen, ist das Risiko von Anwendungsfehlern sehr gering. Zudem beeinträchtigen Erbrechen oder Durchfall nicht den Empfängnisschutz. Viele Frauen empfinden es auch als angenehm, dass die monatlichen Blutungen schwächer werden oder sogar ganz ausbleiben.

Ein Manko der Spritze ist jedoch, dass ein spontanes Absetzen nicht möglich ist. Und: Es kann nach dem Absetzen ein halbes Jahr dauern, bis sich der natürliche Zyklus wieder eingependelt hat und regelmäßig ein Eisprung stattfindet, sodass eine Schwangerschaft möglich ist. "Daher rate ich Frauen unbedingt davon ab, die Drei-Monats-Spritze nur mal kurz auszuprobieren", warnt Hausser. Auch besteht bei dieser Form der Verhütung kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Für wen geeignet?

"Die Drei-Monats-Spritze ist geeignet für Frauen, die eine Langzeitverhütung wünschen und bei denen in naher Zukunft kein Kinderwunsch besteht – oder die ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben", so der Experte. Auch für Frauen mit chronischen Magen-Darm-Problemen kann die Spritze ein Lösung sein.

Der Pearl-Index der Drei-Monats-Spritze liegt zwischen 0,2 und 1,4.



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Vanessa von Blumenstein / www.baby-und-familie.de; 27.08.2010, aktualisiert am 29.09.2011
Bildnachweis: Panthermedia/Miroslav Beneda

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