Klingelingeling – ein Radausflug ist ein Riesenspaß für die ganze Familie. Ob auf einem eigenen Fahrrad, im Kindersitz oder im Anhänger, Hauptsache, alle sind dabei. Bei all der Freude darf man natürlich die Sicherheit nicht vergessen. Welche Kinder sollten einen Helm tragen? "Am besten alle. Ob selbstständig unterwegs oder als Beifahrer. Aber letzten Endes entscheiden das die Eltern", erklärt Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC).
Eine Helmpflicht gibt es nicht. Cibulski glaubt auch nicht, dass sich daran in nächster Zeit etwas ändern wird. "Ein entsprechendes Gesetz kann dazu führen, dass immer mehr Menschen aufhören Rad zu fahren, anstatt den Kopfschutz zu tragen", so die Expertin vom ADFC. Und je weniger Radler unterwegs sind, desto gefährlicher wird es für die Übriggebliebenen.
Für den perfekten Kinderhelm gibt es vier Punkte zu beachten:
1. Die Größe
Der Helm sollte von Anfang an mittig, gerade und relativ fest auf dem Kopf sitzen. Es gibt zwar Verstellmöglichkeiten, aber die Grundform muss passen. Wächst der Kopf, kann man den Schutz nach und nach anpassen. Wird der Helm endgültig zu klein, muss ein neuer her.
2. Die Ohrriemen
Die Riemen, die den Helm auf dem Kopf festhalten, sollen links und rechts am Ohr vorbeilaufen. Sie dürfen die Muschel weder abquetschen noch kreuzen.
3. Der Kinnriemen
Der Verschlussriemen, der unter dem Kinn verläuft, soll mittig sitzen. Er darf nicht zu dicht am Hals und auch nicht zu weit vorne liegen. Ansonsten drückt der Helm oder er sitzt nicht fest.
4. Das GS-Zeichen
Der Helm sollte auf jeden Fall das GS-Zeichen tragen. Es steht für "Geprüfte Sicherheit" und garantiert eine hohe Qualität des Kopfschutzes.
Um die Punkte eins bis drei zu erfüllen, muss das Kind bei Helmkauf dabei sein. Mitbringen oder Bestellen funktioniert hier leider nicht.
Was gibt es sonst noch zu beachten?
Sobald das Kind vom Rad steigt oder aus dem Sitz gehoben wird, muss es den Helm absetzen. Verhaken sich die Zwerge beim Spielen und Klettern mit ihrem großen Kopfschutz, kann es zu schlimmen Unfällen kommen.
Außerdem rät Cibulski: "Kaufen Sie Ihrem Kind einen Helm, den es leiden mag. Dann trägt es ihn auch." Eltern sollten mit gutem Beispiel voran gehen. Wenn Mami keinen Kopfschutz trägt, wieso sollte das Kind dann die Notwendigkeit erkennen?
Ein Kinderhelm hält – genau wie die Modelle für Erwachsene – in der Regel vier Jahre lang. Danach wird das Material porös. Außerdem braucht ein Kind nach jedem ernsthaften Sturz einen neuen Helm. Bei einem Aufprall bekommt der Schutz Risse und die Sicherheit lässt nach. Rollt der Helm lediglich vom Tisch, muss man ihn nicht unbedingt ersetzen.
Sophie Kelm / www.baby-und-familie.de;
01.07.2011
Bildnachweis: iStock/Johnny Greig
Apotheken Umschau mit den Themen Krankheiten von A-Z>, Symptome, Medikamentencheck, Laborwerte, Heilpflanzen, Hausapotheke, Abnehmen, Gesundheitsvideos, Apothekensuche, Gehirn-Jogging und Sport
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit