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Zwillings-Schwangerschaft: Risiken für die Mutter

Etwas anstrengender und risikoreicher ist eine Schwangerschaft mit Zwillingen schon. Was Sie erwartet und wie Sie die Zeit optimal gestalten


Zwei, wo eigentlich nur eines ist: Bei einer Zwillingsschwangerschaft herrscht Platzmangel im Bauch der Mutter

Schwangere, die Zwillinge bekommen, freuen sich meist unbändig auf die beiden Kleinen. Doch oft mischt sich auch ein Körnchen Besorgnis um den eigenen Körper unter das Glücksgefühl: Wie sollen denn zwei Babys auf einmal in meinen Bauch passen? Das wird bestimmt beschwerlich?

Im Grunde können bei einer Zwillingsschwangerschaft dieselben Probleme auftreten wie bei einer regulären Schwangerschaft – allerdings etwas ausgeprägter.


Jetzt wird’s eng im Bauch

Zum Beispiel leidet die werdende Mutter häufiger unter den typischen Beschwerden wie Erbrechen, Sodbrennen und Verdauungsproblemen. Da zwei Kinder den Platz im Bauch beanspruchen, wo normalerweise eines ist, kann sie schon früh nur noch kleinere Portionen essen. Wegen des wachsenden Bauches juckt und spannt bei vielen die Haut. Auch Rückenschmerzen, Kurzatmigkeit und Schlafprobleme kommen etwas häufiger und ausgeprägter vor. Die Gefahr für Wassereinlagerungen und Krampfadern ist erhöht.

Im Vergleich zu einer regulären Schwangerschaft verändert sich der Körper insgesamt etwas stärker: Die Blutmenge steigt weiter an, die Gebärmutter wird größer und die Schwangere nimmt mehr an Gewicht zu, nämlich rund 17 bis 20 statt acht bis 13 Kilogramm. Deshalb besteht eine höhere Gefahr für Blutarmut (Anämie), Bluthochdruck und eine sogenannte Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie / Ekampsie). Da die Gebärmutter stärker belastet wird, braucht sie nach der Geburt oft länger, um sich zurückzubilden.


Bei einer Zwillingsschwangerschaft sollten Sie folgendes beachten:

  • Viel trinken

    Das beugt Bluthochdruck und Präeklampsie vor. Tipp: Stellen Sie sich bei Ihren Alltagstätigkeiten am besten immer ein Glas und eine Flasche Wasser in Reichweite. Achten Sie darauf, dass Sie pro Tag möglichst bis zu zwei Liter trinken.


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  • Ausreichend Ruhe

    Nur, wenn Sie Stress und Überanstrengung vermeiden – vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel – können Sie die hohe körperliche Belastung ausgleichen und das Risiko für Komplikationen wie eine Frühgeburt minimieren.


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  • Gesunde Ernährung

    Wie auch andere Schwangere sollten sie auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung achten. Nicht für drei, aber auch auf keinen Fall zu wenig essen. Weil trotzdem Mangelzustände drohen können, sollten Sie Ihren Arzt nach geeigneten Präparaten zur Nahrungsergänzung fragen.


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  • Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

    Die richtige Hautpflege mit speziellen Ölen und Zupfmassagen kann Schwangerschaftsstreifen an Bauch, Brüsten und Hüfte entgegenwirken.


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Bildnachweis: Fotolia/fotoexodo

Daniela Frank / www.baby-und-familie.de; aktualisiert am 16.12.2011, erstellt am 14.12.2011
Bildnachweis: Fotolia/fotoexodo

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