Mehr Sicherheit durch Kontrolle: Bei erhöhtem Blutdruck in der Schwangerschaft täglich morgens und abends den Druck messen
Bluthochdruck ist ein ernstzunehmendes Problem in der Schwangerschaft. Bleibt er unentdeckt und damit unbehandelt, kann es zu Risiken bei Mutter und Kind kommen.
Aus Studien wissen wir, dass regelmäßige Bewegung (mindestens dreimal pro Woche eine halbe Stunde) zu einer wesentlichen Verbesserung der Funktionen von Herz und Kreislauf führt, sich also auch positiv auf den Blutdruck auswirkt. Arbeitspausen sollten im Berufsleben ja selbstverständlich sein, in der Schwangerschaft aber wirklich strikt eingehalten werden, damit es nicht zur Überanstrengung des mütterlichen Körpers kommt. Weiterhin sollte auf innere Signale der Überlastung reagiert werden. Zusätzliche Möglichkeiten der körperlichen Ruhe bei der Arbeit sollten in Form von kleinen Pausen organisierbar sein. Bitte mit dem Arbeitgeber besprechen!
Im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge wird regelmäßig der Blutdruck gemessen. Sollten sich Auffälligkeiten finden, wird Ihr Frauenarzt weitere Maßnahmen, zum Beispiel intensive Selbstmessungen und zunächst mehr Ruhe, empfehlen – natürlich unter engmaschinger ärztlicher Beobachtung, gegebenenfalls auch Behandlung. Ansonsten brauchen Sie grundsätzlich keine Selbstmessungen durchzuführen.
Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
Prof. Dr. med. André Ahr / surfmed / www.baby-und-familie.de;
03.01.2008, aktualisiert am 24.01.2012
Bildnachweis: W&B/ Martin Ley
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