Die klassischen Verfahren der Befruchtung außerhalb des Körpers sind die In-vitro-Fertilisation (IVF) und die In-vitro-Fertilisation mit intracytoplasmatischer Spermieninjektion (IVF/ICSI).
Bei der In-vitro-Ferilisation wird über ein bis zwölf Tage eine hochdosierte hormonelle Stimulation (Anregung) der Eierstöcke durchgeführt. Danach werden der Eisprung durch Medikamente ausgelöst und die Eizellen schließlich durch die Scheide entnommen (transvaginale Follikelpunktion). In einem Reagenzglas werden Spermien und Eizellen zusammengeführt. Die Spermien befruchten die Eizellen und die so entstandenen Embryonen werden in die Gebärmutter der Frau zurückgegeben. Dort nisten sie sich im Idealfall ein, und es entsteht eine Schwangerschaft.
Bei ausgeprägter männlicher Zeugungsunfähigkeit empfiehlt sich die intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Hierbei werden die besten Samenzellen - die unter Umständen direkt aus den Hoden oder Nebenhoden gewonnen werden müssen - jeweils einzeln in die Eizelle eingespritzt. Nach zwei bis fünf Tagen wird der entstandene Embryo in die Gebärmutter eingebracht.
Nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz dürfen maximal drei Embryonen wieder eingesetzt werden. Je nach Alter der Frau werden meist zwei oder drei Embryonen übertragen.
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Kissler, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Kissler / surfmed / www.baby-und-familie.de;
24.01.2008, aktualisiert am 26.01.2012
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