Es gibt insgesamt nur wenige Gesundheitsstörungen, die eine Schwangerschaft verbieten. Unter bestimmten medikamentösen Therapien, beispielsweise mit Phenprocoumon, einem Medikament, das die Blutgerinnung herabsetzt, bei hochdosierter Vitamin-A-Therapie gegen schwere Akne oder auch bei einer Chemotherapie muss auf eine zuverlässige Empfängnisverhütung geachtet werden, da diese Medikamente das Fehlbildungsrisiko beim ungeborenen Kind stark erhöhen.
Natürlich sollte eine zehrende Erkrankung die betreffende Frau zunächst von einer Schwangerschaft absehen lassen, da sich der Gesundheitszustand durch die zusätzliche Belastung der Schwangerschaft mit Sicherheit verschlechtert. Beispielhaft ist hier an die akute Phase von Krebserkrankungen (siehe oben: Chemotherapie), an die Situation nach schweren Verletzungen und bei schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu denken. Hat eine Frau ein größeres Gesundheitsproblem, beispielsweise einen Herzklappenfehler, so sollte sie sich bei Kinderwunsch unbedingt von ihrem behandelnden Arzt wie auch von ihrem Frauenarzt hinsichtlich möglicher Probleme und Risiken einer Schwangerschaft beraten lassen.
Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Prof. Dr. med. André Ahr / surfmed / www.baby-und-familie.de;
04.01.2008, aktualisiert am 05.04.2011
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