Übelkeit gehört zu den häufigsten Beschwerden in der Frühschwangerschaft – sie gilt sogar als mögliches Schwangerschaftszeichen
Die morgendliche Übelkeit ist ein typisches Problem in der Frühschwangerschaft. Bei etwa zehn Prozent der Schwangeren kommt es allerdings auch zu Erbrechen, zum Teil über den ganzen Tag hinweg.
Am besten ist es dann, viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, also jede Stunde ein paar Happen bekömmlicher Nahrung und etwas Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Essen Sie das, was Sie am ehesten vertragen, also sicherlich keine schwer verdaulichen und stark gewürzten Speisen.
Mit Medikamenten es möglich, die Übelkeit und Erbrechen zu unterdrücken, beispielsweise mit Dimenhydrinat oder Metoclopramid. Auch Naturheilverfahren, zum Beispiel Akupunktur, können zur Besserung beitragen. Sehr gute Erfolge wurden auch mit einem Vitamin B-Präparat beobachtet. Durch Zuführen der Vitamine B6, B1 und B12 konnte bei Schwangeren in verschiedenen Studien eine deutliche Besserung der schwangerschaftsbedingten Übelkeit und Erbrechen im Vergleich zu einer Placebobehandlung nachgewiesen werden.
Nur wenn wirklich überhaupt keine Nahrung mehr aufgenommen werden kann, ist eine stationäre Behandlung mit Infusionen für einige Tage notwendig. In einem solchen Fall kann auch der Arzneistoff Mirtazapin, kurzfristig gegeben, gute Wirkungen zeigen. Die Beschwerden bessern sich normalerweise nach der zwölften Schwangerschaftswoche deutlich. Dass Erbrechen praktisch während der gesamten Schwangerschaft besteht, kommt zwar auch vor, ist aber eher selten. Hier sind auf jeden Fall therapeutische Hilfen nötig.
Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Prof. Dr. med. André Ahr / surfmed / www.baby-und-familie.de;
03.01.2008, aktualisiert am 24.01.2012
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