Lange bevor Ihr Kleines das Licht der Welt erblickt, nimmt es an Ihrem Leben teil. Sind Sie glücklich und entspannt, tut es Ihnen Ihr Ungeborenes gleich: Es strampelt freudig oder schwimmt entspannt in Ihrer Gebärmutter, seine Pulsfrequenz wird niedriger. Wenn Sie hingegen gestresst, verärgert oder traurig sind, kommen diese negativen Gefühle auch bei Ihrem Nachwuchs an. Manche Babys werden dann unruhig, andere krümmen sich ganz klein zusammen.
Damit Sie und Ihr Kleines möglichst entspannt und glücklich durch die neun Monate kommen, haben wir für Sie ein paar Wohlfühltipps zusammengestellt.
Partnermassage
Ob an einem gemütlichen Sonntagmorgen im Bett oder nach einem langen Bürotag abends auf der Caoch: Lassen Sie Ihren Partner sanft Ihren Bauch massieren. Genießen Sie die Streicheleinheiten und diesen intimen Moment der Zweisamkeit, kommen Sie zur Ruhe und schalten Sie vom hektischen Alltag ab. Denn geht es Ihnen gut, fühlt sich auch Ihr Baby wohl! Außerdem können Väter so bereits noch vor der Geburt eine Bindung zu ihrem Nachwuchs aufbauen und bewusst an der Zeit der Schwangerschaft teilhaben.
Übrigens: Das Baby mag es ganz besonders, wenn der werdende Vater währenddessen zu ihm spricht. Denn Papas Stimme signalisiert dem Kleinen Schutz und Geborgenheit. Und sobald Ihr Nachwuchs dann auf der Welt ist, wird er Papa sofort an der Stimme erkennen.
Sanftes Schaukeln
Gehen Sie doch mal wieder schwimmen! Denn die langsamen, weichen Bewegungen im Wasser lassen das Kleine in Ihrem Bauch sanft vor sich hinschaukeln – und das mag es! Auch für werdende Mütter ist Schwimmen ideal: Der immer schwerere Bauch fühlt sich im Wasser plötzlich wieder federleicht an, der Rücken wird entlastet, Kreuzschmerzen gemindert. Und Kondition und Muskeln lassen sich so nebenbei auch noch stärken.
Sie haben mal wieder Lust, zu feurigen Rhythmen das Tanzbein zu schwingen? Nur zu! So lange Ihre Schwangerschaft gut verläuft und Sie sich fit fühlen, spricht nichts dagegen, zumindest ab und zu die Hüften kreisen zu lassen. Im Gegenteil: Es sorgt für einen Energieschub, versorgt den Körper mit Sauerstoff, lockert und entspannt. Und macht obendrein auch noch gute Laune – Ihnen und dem Baby.
Außerdem ist Tanzen eine gute Vorbereitung auf die Geburt. Wer zum Beispiel regelmäßig beim Salsa die Hüften schwingt, lockert das Becken und macht es geschmeidig. Außerdem wird die Durchblutung verstärkt und die Muskeln im Becken gekräftigt. Vorsicht ist jedoch bei Bluthochdruck oder vorzeitigen Wehen geboten! In diesem Fall sollten Sie lieber auf das Tanzen verzichten. Und: Überanstrengen Sie sich bitte nicht! Hören Sie einfach auf Ihren Körper. Er sagt Ihnen, wann genug ist.
Wer es mit dem Schaukeln lieber etwas ruhiger angehen lassen will, kann Omas alten Schaukelstuhl aus dem Keller hevorkramen.
Mozart fürs Baby
Ob die "Kleine Nachtmusik" oder asiatisch angehauchte Entspannungsmelodien – ganz egal für was Sie sich entscheiden: harmonische Klänge fördern Babys Wohlgefühl. Und lauscht Mama ihrer Lieblingsmusik, gehen die positiven Gefühle auch auf das Kleine im Bauch über. Sogar nach der Geburt erinnert sich das Baby an die Musikstücke, die es schon im Mutterleib gerne hörte. So lässt sich der Nachwuchs auch später gut mit seiner Lieblingsmelodie beruhigen.
Hier eine kleine Auswahl von Musikstücken, die Ungeborene besonders gerne mögen:
Beethoven: Adagio aus dem 5. Klavierkonzert
Mozart: Die kleine Nachtmusik, Largo aus dem 21. Klavierkonzert, Konzert für Flöte und Harfe C-Dur, Violinkonzert Nr. 5 A-Dur
Brahms: Wiegenlied
Bach: Flötensonaten, Choral "Wachet auf ruft uns die Stimme" aus BWV Cantate 140
Vivaldi: Die vier Jahreszeiten, Flötenkonzerte, Violinkonzerte
Reise zum Baby
Lassen Sie in einer ruhigen Minute Ihren Gedanken freien Lauf und begeben Sie sich auf eine mentale Reise zu Ihrem Baby. Stellen Sie sich vor, wie es aussieht, wie es in seiner schützenden Höhle liegt und wie Sie es endlich im Arm halten werden. Sprechen Sie dabei mit Ihrem kleinen Liebling und streicheln Sie sanft über Ihren kugelrunden Bauch.
Sie lieben den Strand und das Meer? Dann reisen Sie in Gedanken doch einfach an Ihr Traumziel! Stellen Sie sich vor, wie sich der weiche, warme Sand unter Ihren Füßen anfühlt und wie der laue Sommerwind Sie umweht.
Vanessa von Blumenstein / www.baby-und-familie.de;
26.02.2010, aktualisiert am 25.06.2010
Bildnachweis: iStock/msderrick, Strandperle/itstockfree
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