Es hängt vor allem von der Entscheidung der Frau ab, ob sie eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen möchte
Die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) sollte generell allen Schwangeren angeboten werden. Sie kann nahezu sicher nachweisen, dass das Kind einen normalen Chromosomensatz hat. Natürlich muss der Arzt die Schwangere beziehungsweise das Paar über die Risiken ausführlich aufklären und darauf hinweisen, dass es durch den Eingriff auch zu einer Fehlgeburt kommen kann (ca. 0,5 Prozent). Daher wird man dieses Testverfahren auch eher dann empfehlen, wenn ein höheres Risiko für genetische Probleme beim Kind zu erwarten ist. Dieses Risiko steigt mit dem Lebensalter der Schwangeren.
Die Fruchtwasserentnahme erfolgt von der 14. bis zur 16. Schwangerschaftswoche. Vereinzelt bieten Ärzte auch eine Frühamniozentese an. Diese wird zwischen der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Hierbei ist allerdings durch methodenbedingte Schwierigkeiten das Fehlgeburtsrisiko zu hoch: Es liegt zwischen zwei bis drei Prozent.
Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Prof. Dr. med. André Ahr / surfmed / www.baby-und-familie.de;
04.01.2008, aktualisiert am 26.01.2012
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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