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Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft

Damit Sie und Ihr Baby gesund durch die neun Monate kommen, gibt es eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen. Hier lesen Sie, welche das sind und was dabei passiert


Gut versorgt die Schwangerschaft genießen

Geht es meinem Baby gut? Bekommt es alles, was es braucht, obwohl ich mich so oft übergebe? Als Mama in spe machen Sie sich wahrscheinlich viele Gedanken um die Gesundheit Ihres Kindes. Um mögliche Komplikationen rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden, haben Schwangere Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

Diese finden zunächst alle vier Wochen, ab der 32. Schwangerschaftswoche alle zwei Wochen und kurz vor der Geburt sogar wöchentlich statt. Die Kosten für die normalen Vorsorgeuntersuchungen übernehmen die Krankenkassen. Sollten Sie jedoch zusätzliche Untersuchungen oder Tests in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie dafür leider meist selbst aufkommen. Allerdings: Sind die Untersuchungen aus medizinischer Sicht notwendig, bezahlt die Kasse weitere Leistungen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt und der Krankenkasse, wenn Ihnen unklar ist, ob Sie eine Leistung selbst zahlen müssen oder nicht.


Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung stellt der Arzt Ihnen Fragen zu Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und Ihrer vorangegangenen Krankengeschichte. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Arzt sich auch nach Ihrem seelischen Befinden sowie Ihrer beruflichen und privaten Situation erkundigt – auch das gehört zu einer guten Schwangerschaftsbetreuung dazu.

Gewicht und Blutdruck

Bei jedem Vorsorgetermin bittet Ihr Gynäkologe Sie auf die Waage. So behält er den Überblick, wie viel und wie schnell Sie zunehmen. Auch Ihr Blutdruck wird jedesmal gemessen. Denn sowohl zu hohe als auch zu niedrige Werte können Mutter und Kind schaden. Haben Sie häufig Kreislaufprobleme, kann zum Beispiel ein zu niedriger Blutdruck dahinterstecken. Er verursacht bei der Schwangeren Unwohlsein und kann gar Babys Entwicklung beeinträchtigen. Ihr Arzt kann Ihnen Tipps gegen, was Sie dagegen tun können. Ist der Blutdruck zu hoch, wird er entscheiden, welche weiteren Dagnose- und Therapiemaßnahmen für Sie sinnvoll sind.

Frauenärztliche und vaginale Untersuchung

Hierbei untersucht der Arzt den Muttermund, kontrolliert den Stand der Gebärmutter und ob für den Durchtritt Ihres Babys bei der Geburt genug Platz ist. Außerdem untersucht der Gynäkologe Sie auf mögliche Infektionen oder krankhafte Veränderungen.

Der Arzt macht sich außerdem ein Bild von der Lage Ihres Babys und überprüft seine Herztöne.

Urin-Untersuchung und Blutwerte

Bei jedem Vorsorgetermin müssen Sie eine Urinprobe abgeben. Der Arzt untersucht die Probe dann auf Blutkörperchen und andere Urinbestandteile, Zucker und Eiweiß. Zucker im Urin kann auf einen Diabetes hinweisen. Weiße Blutkörperchen zum Beispiel können ein Hinweis auf eine Entzündung der Harnwege sein. Gegebenenfalls überprüft der Arzt den Urin dann auch auf entsprechende Bakterien, während ein Test auf eine Chlamydieninfektion zur Routine gehört.

Gehen Sie das erste Mal zur Vorsorge, werden anhand einer Blutprobe Ihre Blutgruppe und der Rhesusfaktor bestimmt, falls entsprechenden ärztlichen Befunde nicht schon vorliegen. Können Sie keine Bescheinigung über zwei durchgeführte Rötelnimpfungen oder keinen speziellen Röteln-Antikörpernachweis vorlegen, der eine vorhandene Immunität bestätigt, wird der Arzt Ihren Röteln-Immunstatus überprüfen. Außerdem führt der Arzt im sechsten oder siebten Schwangerschaftsmonat einen Screening-Test auf Gestationsdiabetes durch. Risikopatientinnen sollten sich aber bereits früher testen lassen. Zur Routine-Untersuchung gehört auch eine sogenannte Lues-Suchreaktion (ein Test auf Syphilis), nach der 32. Schwangerschaftswoche außerdem die Bestimmung von Hepatitis-B-Antikörpern. Dabei wird überprüft, ob Sie sich mit dem Hepatitis-B-Virus angesteckt haben, dem Erreger einer infektiösen Leberentzündung. Dann sind gegebenenfalls Vorsorgemaßnahmen notwendig, damit sich Ihr Kind nicht infiziert. Der Arzt wird darüberhinaus einen HIV-Antikörpertest empfehlen. Mit dessen Hilfe kann er erkennen, ob eine HIV-Infektion vorliegt, die zum Krankheitsbild AIDS führen kann. Dazu müssen Sie jedoch Ihre Einwilligung geben und erhalten zuvor ein Informationsblatt. Während der Schwangerschaft übernimmt die Krankenkasse die Kosten für diesen Test. Wollen Sie ihn anonym durchführen lassen, kann dafür eine kleine Gebühr anfallen. Doch der Test ist äußerst wichtig: Wird eine HIV-Infektion frühzeitig erkannt, kann der Arzt das Risiko, dass das sich das Kind mit dem gefährlichen Virus infiziert, durch geeignete Maßnahmen verringern.

Bei manchen Vorsorgeterminen entnimmt Ihr Arzt Ihnen einen Tropfen Blut aus dem Finger. So lässt sich die Menge des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin ermitteln, welcher für die Sauerstoffversorgung von Ihnen und Ihrem Kleinen von Bedeutung ist.


Ultraschall

Im Rahmen der Vorsorge sind während Ihrer Schwangerschaft drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Der erste Ultraschalltermin liegt zwischen der 9. und der 12. Woche. Dabei klärt der Arzt, wie groß ihr Kind bereits ist und wie es Ihrem Baby geht. Besonders schön: Ihr Kleines ist bereits gut zu erkennen und Sie können sein winziges Herz schlagen sehen! Der nächste Ultraschall findet in der 19. bis 22. Woche statt – Kopf und Körper Ihres Ungeborenen werden vermessen, Größe und Lage der Plazenta und die Fruchtwassermenge kontrolliert. Zwischen der 29. bis 32. Woche ist dann Zeit für die letzte Ultraschalluntersuchung. Dabei überprüft der Gynäkologe noch einmal die Entwicklung Ihres Sprösslings.

Manchmal sind aus medizinischen Gründen jedoch weitere Ultraschalluntersuchungen sinnvoll. In der Regel übernehmen die Krankenkassen dann auch die Kosten für diese zusätzlichen Leistungen.




Bildnachweis: Banana Stock/ RYF
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Vanessa von Blumenstein-Langer / www.baby-und-familie.de; 05.10.2010, aktualisiert am 19.09.2013
Bildnachweis: Banana Stock/ RYF

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