Auf keinen Fall. Nur in seltenen Fällen, etwa einem akuten Schub und einer gleichzeitigen Schwangerschaft, ist das Risiko für eine Fehlgeburt erhöht. Ansonsten verläuft die Schwangerschaft bei einer Patientin mit Morbus Crohn genauso wie bei einer gesunden Schwangeren. Die medikamentöse Behandlung sollte nach Feststellung der Schwangerschaft fortgesetzt werden, da ein akuter Schub für das Kind ein höheres Risiko darstellt als potenzielle Nebenwirkungen durch geeignete Medikamente. Nach den bisherigen Erfahrungen stellen sie für Mutter oder Kind tatsächlich wohl keine Gefahr dar. Empfehlenswert ist allerdings eine enge Mitbetreuung der Schwangeren durch ihren Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen. Wird eine Schwangerschaft geplant, sollte dies am besten in einer Ruhephase des Morbus Crohn stattfinden. Eine erhöhte kindliche Fehlbildungsrate konnte bei schwangeren Morbus-Crohn-Patientinnen nicht festgestellt werden.
Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Prof. Dr. med. André Ahr / surfmed / www.baby-und-familie.de;
04.01.2008, aktualisiert am 26.01.2012
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