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Schwangerschaftswoche 31

Zehennägel, Zähne, Haare: Ihr Baby entwickelt sich immer weiter. Klären Sie wichtige Fragen mit Ihrer Klinik und dem werdenden Papa


Im Gespräch mit Klinik oder Geburtshaus können Sie wichtige Fragen klären

Babys Entwicklung

In der 31. Schwangerschaftswoche kann Ihr Kleines seine Augen schon weit öffnen. Die Härchen überall auf seinem Körper – die sogenannte Lanugobehaarung – sind deutlich ausgeprägt. Einigen Ungeborenen ist außerdem bereits eine stattliche Kopfbehaarung gewachsen, manche haben hingegen nur eine sehr spärliche Haarpracht. „Die Haare auf dem Kopf des Babys kann man jetzt sogar schon im Ultraschall sehen“, sagt Dr. Mirja Pagenkemper, die am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zur vorgeburtlichen Prägung forscht. „Man erkennt sie in der Regel ziemlich deutlich.“

Ob das Ungeborene seinem Alter entsprechend gewachsen ist, überprüft der Arzt beim Ultraschall. Er misst die Länge des Oberschenkelknochens, Bauch- und Kopfumfang und berechnet über eine Formel daraus das geschätzte Gewicht des Fetus. „In diesem Zeitraum ist das Kind in etwa siebenmal so lang wie sein Oberschenkelknochen“, sagt Pagenkemper.

Sein Blasenvolumen beträgt jetzt schon maximal 10 Milliliter. Bis zur 40. Woche werden es 35 Milliliter sein. Und die Blase ist auch meistens gut gefüllt: In dieser Woche produziert das Baby pro Stunde gut 9 Milliliter Urin, in der 40. Woche dann etwa 27 Milliliter.

Die winzigen Zehennägel des Ungeborenen sind ebenfalls schon vorhanden. Auch die bleibenden Zähne wurden bereits im dritten Schwangerschaftsmonat angelegt – und davor schon die Milchzähne. „In der Regel brechen sie durch, wenn das Kind zwischen sechs und 24 Monate alt ist“, sagt Pagenkemper. „In seltenen Fällen sind sie aber schon bei der Geburt da.“ Das sei zwar einerseits eine niedliche Überraschung, andererseits seien diese Zähne oft nicht ausreichend mineralisiert.



Manche Babys haben jetzt schon eine richtige Haarpracht auf dem Kopf


Die Gesundheit der Mutter

Bereits während der Schwangerschaft bildet die Brust die sogenannte Vormilch, das Kolostrum. Sie kann aus den Brustwarzen austreten. Um Flecken auf der Kleidung zu vermeiden, können Sie sich spezielle Stilleinlagen für den BH besorgen. Es gibt sie als Einmaleinlagen oder in der waschbaren Version, aus Baumwolle oder einem Wolle-Seide-Gemisch.

Noch etwas, woran Sie denken sollten: Werden Sie fit für die Geburt! Wer jetzt soweit es die Schwangerschaft erlaubt in Bewegung bleibt, erhöht seine Chancen auf eine aktive und weniger anstrengende Geburt. Gehen Sie täglich spazieren, sofern es Ihr Gesundheitszustand zulässt. Sehr gut ist auch Schwangerschaftsgymnastik, sofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht. Einige Übungen finden Sie hier. Ähnliche haben Sie außerdem sicher in Ihrem Geburtsvorbereitungskurs gelernt. Falls Sie alleine zu Hause üben: Bitte trainieren Sie nicht die geraden Bauchmuskeln. Sit-ups zum Beispiel pressen den Unterleib zusammen und verkürzen die Bauchdecke – das ist bei einer bevorstehenden Entbindung kontraproduktiv.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Training und üben Sie ruhig und konzentriert. Bitte keinen sportlichen Ehrgeiz entwickeln. Entdecken Sie vielmehr mit jeder Übung die Freude an gezielter und bewusst erlebter Bewegung.


Tipp: Die Geburt planen

Haben Sie sich schon bei dem Geburtsort ihrer Wahl zur Entbindung angemeldet? Falls nicht, wird es jetzt Zeit! So kann das Personal schon im Vorfeld wichtige Fragen mit Ihnen besprechen und Sie können einen Teil der lästigen Formalitäten bereits vor dem großen Tag erledigen.

Auch wichtig: Möchten Sie, dass Ihr Partner im Kreißsaal dabei ist? Für die meisten Schwangeren ist das eine Selbstverständlichkeit, manche hingegen bevorzugen es, wenn der werdende Papa draußen auf den ersten Schrei seines Babys wartet. Egal zu welcher Gruppe Sie gehören: Sie und Ihr Partner sollten sich rechtzeitig mit dieser Frage auseinandersetzen. Tauschen Sie sich in einer ruhigen Minute offen und ehrlich über Ihre Wünsche, aber auch über Ängste und Befürchtungen aus – und nehmen Sie diese ernst. Hat der werdenden Papa etwa große Angst vor dem Geburtserlebnis oder behagt Ihnen die Vorstellung nicht, dass Ihr Partner Sie in dieser Ausnahmesituation sieht, sind Ihnen Ihre Mutter oder die beste Freundin unter Umständen bessere Begleiter. Aber ganz gleich wie Sie sich entscheiden: Sie beide müssen damit zufrieden sein!




Bildnachweis: W&B/Dr. Ulrike Möhle, Panthermedia/Monkeybusiness

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Daniela Frank / www.baby-und-familie.de; aktualisiert am 27.11.2014,
Bildnachweis: W&B/Dr. Ulrike Möhle, Panthermedia/Monkeybusiness

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