Sie sind jetzt in der 26. Schwangerschaftswoche – für Ihr Baby beginnt damit eine sehr sinnliche Zeit. Es kann nun hören, was Mama und Papa sagen. Konnte das Ungeborene bisher nur Mamas Magenknurren und ihrem Herzschlag lauschen, dringen nun auch Stimmen und andere Geräusche der Außenwelt zu ihm vor.
Falls Sie ein Lieblingslied haben, können Sie es nun mit Ihrem Kleinen zusammen anhören. Wenn Sie es in den nächsten Monaten bis zur Geburt häufig abspielen, wird Ihr Baby die Melodie wiedererkennen, wenn es auf der Welt ist – genauso, wie es Mama und Papa an ihren Stimmen erkennt. Und: Sobald Ihr Kleines vertraute Geräusche hört, beruhigt es sich in Ihrem Bauch – probieren Sie es aus. Übrigens: Babys winzige Fingernägel sind jetzt vollständig ausgebildet.
Die Hormone, die in der Schwangerschaft ausgeschüttet werden, beeinflussen und verändern viele Eigenschaften des Körpers. Unter anderem haben Schwangere oft trockene Augen. Der Tränenfilm, der die Hornhaut des Auges überzieht, ist bei Schwangeren dünner. Daher können die Augen leichter brennen und kratzen, sie sind oft gerötet.
Dagegen hilft, die Luftfeuchtigkeit im Zimmer zu erhöhen und häufiger zu blinzeln. Außerdem können Sie das Auge regelmäßig mit künstlichen Tränen aus der Apotheke benetzen. Manchmal stecken hinter trockenen Augen jedoch auch Unverträglichkeiten gegen Kosmetika. Auch dazu kann es in der Schwangerschaft vermehrt kommen. Bei stärkeren Beschwerden sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.
Und: Auch die Sehstärke kann sich während der Schwangerschaft verringern. Sie sollten sich deshalb in dieser Zeit keine neue Brille anpassen lassen. Nach der Geburt gehen die Veränderungen in der Regel zurück.
Klinik, Geburtshaus, in den eigenen vier Wänden? Die Wahl des Orts, an dem Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten, ist mit Grundsatzfragen verbunden. Sicherheitsbedürftige Eltern wählen wahrscheinlich eher die Klinik: Ein großes Krankenhaus hat den Vorteil, dass Sie bei einem Notfall während der Geburt medizinisch sehr gut versorgt sind. Persönlicher geht es natürlich in einem Geburtshaus oder zu Hause zu. Dort betreut Sie hauptsächlich die Hebamme, der Arzt stößt in der Regel nur bei Komplikationen hinzu.
Eine Hausgeburt ist jedoch nur möglich, wenn Ihre Schwangerschaft problemlos verläuft und für die Geburt keine Komplikationen zu erwarten sind. Und: Sowohl in den eigenen vier Wänden als auch im Geburtshaus stehen Ihnen nur begrenzte Mittel zur Schmerzlinderung zur Verfügung, wie zum Beispiel Homöopathie oder Akupunktur. Die Möglichkeit einer Periduralanästhesie (PDA) gibt es nur in der Klinik.
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05.08.2005, aktualisiert am 21.12.2012
Bildnachweis: iStock/shapecharge, W&B/Dr. Ulrike Möhle
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