Wenn das wachsende Baby auf den Magen drückt, kann Sodbrennen auftreten. Manchmal hilft ein Glas Milch
Ihr Baby wächst jetzt rasant – so langsam wird es für das Kleine immer enger in Mamas Bauch. Es wiegt nun ungefähr 720 Gramm und misst vom Scheitel bis zum Steiß rund 22 Zentimeter. Seit letzter Woche hat es fast 100 Gramm zugenommen – zumindest, wenn es sich entsprechend der Durchschnittswerte entwickelt. In höheren Schwangerschaftswochen können seine Größe und sein Gewicht jedoch immer mehr davon abweichen, je nachdem, ob es ein eher großes oder kleines Baby ist.
Die Entwicklung der äußeren Geschlechtsorgane Ihres Kindes ist nun abgeschlossen: Bei der Ultraschalluntersuchung zeigt sich nun ganz deutlich, ob Sie sich auf ein Mädchen oder einen Jungen freuen können. Und wenn Sie manchmal plötzlich eine kleine Beule seitlich am Bauch entdecken, bohrt sich dort vielleicht gerade das Knie oder ein Füßchen Ihres Kleinen in Ihre Seite.
Stößt Ihnen jetzt vieles sauer auf? Das immer größer werdende Baby und die wachsende Gebärmutter drücken auf Ihren Magen und heben ihn etwas an. Gleichzeitig verringern die Hormone, die in der Schwangerschaft ausgeschüttet werden, die Elastizität vieler Gewebe im Körper – sie werden lockerer und schlaffer. Davon ist auch der obere Verschlussmuskel des Magens betroffen: Er spannt sich vorübergehend nicht mehr so fest an und schließt unter Umständen nicht mehr richtig, Magensäure fließt in die Speiseröhre zurück.
Mögliche Folge: Sodbrennen. Kennzeichnend sind ein drückendes Gefühl im Magen, ein Brennen hinter dem Brustbein, starker Speichelfluss, sauerer Geschmack im Mund oder Aufstoßen. Manchmal kommen auch Heiserkeit und häufiges Räuspern hinzu. Tritt das Sodbrennen nur gelegentlich auf, gibt es keinen Grund zur Sorge. Dann hilft es, vor allem fette, süße und andere Speisen und Getränke zu meiden, die den Magen reizen können. Außerdem gilt es, Stress aus dem Weg zu gehen. Rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke, sogenannte Antazida, binden die Magensäure und können Ihnen zusätzlich Linderung verschaffen. Bei stärkeren Beschwerden sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
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05.08.2005, aktualisiert am 10.09.2012
Bildnachweis: W&B/Dr. Ulrike Möhle, Jupiter Images GmbH/Goodshot
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