Pocht es manchmal rhythmisch in Ihrem Bauch? Dann hat Ihr Baby vielleicht einen Schluckauf. Schließlich trinkt es schon fleißig Fruchtwasser. Bei dem natürlichen Reflex Schluckauf zieht sich das Zwerchfell schlagartig zusammen. Das Ungeborene ist mittlerweile so groß, dass sich der obere Rand Ihrer Gebärmutter schon fast auf der Höhe Ihres Bauchnabels befindet.
Ab der 23. Schwangerschaftswoche legen die meisten Babys ordentlich an Gewicht zu. Zwar sehen die Ungeborenen immer noch etwas mager aus und die Haut ist runzelig, da es ihr noch an dem Fettgewebe fehlt, das sie später polstert. Aber das braucht das Kleine jetzt noch nicht, denn es wird ja von Ihnen versorgt. Etwa in dieser Woche beginnt sein Körper mit der Produktion der weißen Blutkörperchen.
Bakterielle Scheideninfektionen können eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen – und Schwangere sind leider besonders anfällig dafür. Deshalb ist es wichtig, einen Störung des Scheidenmilieus frühzeitig zu erkennen. Der Arzt misst bei den Vorsorgeuntersuchungen daher den ph-Wert. Wenn Sie möchten, können Sie in der Zeit zwischen den Untersuchungen den pH Mithilfe eines speziellen Handschuhs aus der Apotheke auch selbst bestimmen. Ist er erhöht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er wird dann überprüfen, ob tatsächlich eine Infektion vorliegt und entscheiden, was zu tun ist.
Achten Sie außerdem besonders darauf, sich ausgewogen zu ernähren und ausreichend Kalzium zu sich zu nehmen. Denn nicht nur Sie selbst brauchen Kalzium, sondern auch das Kind benötigt es für seine Knochen. Kalziummangel kann zur Entstehung einer Osteoporose beitragen. Bei dem sogenannten Knochenschwund werden die Knochen brüchig. Wertvolle Kalziumquellen sind zum Beispiel Milch, Joghurt oder Broccoli. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Power-Müsli mit frischem Obst, Milch oder Joghurt zum Frühstück? Das schmeckt lecker und gibt auch noch Kraft für den Tag.
Schwangere vor! Ob es nun darum geht, einen neuen Reisepass für die letzte Reise zu zweit zu beantragen oder darum, das Aufgebot für die Hochzeit zu bestellen – den meisten graut es angesichts der langen Wartezeiten vor Behördengängen. Für werdende Mamas sind sie besonders anstrengend und ermüdend. Als Schwangere genießen Sie bei Ämtern und Behörden jedoch oft ein besonderes Privileg: Sie haben Vortritt vor den übrigen Wartenden. Manchmal weisen darauf Aushänge im Wartebereich hin. Sobald Ihr Babybauch etwas größer ist, werden viele freundliche Menschen Ihnen sowieso von ganz allein den Vortritt lassen. Falls nicht, weisen Sie doch einfach auf Ihre Schwangerschaft hin und fragen Sie gegebenenfalls nach, ob Sie zuerst an die Reihe kommen können.
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05.08.2005, aktualisiert am 15.10.2012
Bildnachweis: W&B/Dr. Ulrike Möhle, Strandperle/ItStockFree/RYF
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