Ihr Kleines wächst nun nicht mehr ganz so rasant wie in den Wochen zuvor. Dennoch nimmt seine Scheitel-Steiß-Länge beständig zu.
Für viele werdende Mamas kommt in den nächsten Wochen ein ganz besonderer Moment: Sie spüren das erste Mal, wie sich ihr Baby im Bauch bewegt. Während Ihr Kleines Sie anfangs oft nur zart kitzelt, wird es sich in nächster Zeit immer kräftiger bemerkbar machen. Sie fühlen jetzt, wenn es in Ihrem Bauch Bewegungen macht.
Die Haut Ihres Kleinen wird nun von einer fettigen Substanz überzogen – der Vernix caseosa, auch Frucht- oder Käseschmiere genannt. Sie schützt die zarte Haut Ihres Babys. Zudem ist der ganze Körper des Ungeborenen nun allmählich von einem weichen Flaum bedeckt, der sogenannten Lanugo-Behaarung. Die flaumigen Haare helfen dabei, die Käseschmiere auf der Haut zu halten.
Sehnsüchtig erwartet: Zwischen der 19. und 22. Woche steht die zweite Ultraschalluntersuchung an. Endlich können Sie sich wieder ein Bild von Ihrem ungeborenen Baby machen. Der Arzt überprüft, ob es sich erwartungsgemäß entwickelt und sucht nach eventuellen Fehlbildungen. Er vermisst das Kind von Kopf bis Fuß und untersucht Fruchtwassermenge und Plazenta auf Auffälligkeiten.
Auf dem Monitor können Sie – je nach Ultraschallgerät – jetzt eine ganze Menge erkennen. Ihr Kleines ist nämlich schon ziemlich gut entwickelt. Bei der Ultraschalluntersuchung entstehen Bilder aufgrund von Schallwellen, die wir nicht hören können. Sie werden vom Schallkopf, mit dem der Arzt untersucht, ausgestrahlt und vom Körpergewebe zurückgeworfen. Die Echos dieser Schallwellen werden elektronisch zu einem kontrastreichen Bild verarbeitet. Auf diesem Wege werden die Umrisse und sogar die Organe des Kindes sichtbar. Mittlerweile gibt es 3D- und sogar 4D-Ultraschallgeräte. Bei diesen Verfahren können Sie Ihr Baby dreidimensional beziehungsweise zusätzlich dessen Bewegungen in Echtzeit betrachten. Je nachdem, welches Ultraschallgerät Ihr Gynäkologe benutzt, kann es für Sie relativ schwer sein auf dem Bildschirm etwas zu erkennen. Fragen Sie Ihren Gynäkologen, wenn Sie etwas nicht verstehen oder Ihnen ein Bild unklar ist.
Langsam können Sie sich darüber informieren, wo in Ihrer Nähe Geburtsvorbereitungskurse stattfinden. Die Kurse beginnen zwar meist erst zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche, aber es kann nicht schaden, sich jetzt in Kliniken, Mütterzentren oder bei Hebamme beziehungsweise Arzt danach umzuhören. Die meisten Kurse finden einmal in der Woche statt. Höchstens 14 Stunden werden meist von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet. Erkundigen Sie sich daher vorher nach dem Preis und fragen Sie bei der Kasse nach, wie es mit der Kostenübernahme aussieht. Die Kosten für Ihren Partner werden meist nicht von der Kasse übernommen.
Neben Gymnastikübungen und geburtserleichternden Atemtechniken lernen Sie im Geburtsvorbereitungskurs oft auch etwas über die erste Zeit mit Baby. Es gibt Kurse mit unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtungen – am wichtigsten ist aber, dass Ihnen die Kursleiterin oder der Kursleiter menschlich zusagt. Außerdem sind die regelmäßigen Termine eine nette Gelegenheit, andere werdende Mamas kennenzulernen und sich auszutauschen.
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05.08.2005, aktualisiert am 09.11.2012
Bildnachweis: W&B/Dr. Ulrike Möhle, Stockbyte/RYF
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