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Schwangerschaftswoche 1 – 4

Sie hoffen, schwanger zu sein? Hier erfahren Sie, was Sie tun müssen, um sicherzugehen. Und: Was im ersten Monat passiert


Hoffentlich hat es mit der Schwangerschaft geklappt!

Babys Entwicklung

Eine Schwangerschaft beginnt mit der Befruchtung. Das Schwangerschaftsalter wird jedoch ab Zyklusbeginn berechnet, also ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Somit sind Sie in den ersten zwei Schwangerschaftswochen noch gar nicht schwanger.

In der ersten Hälfte eines jeden Zyklus reifen Eizellen in den Eierstöcken heran. Etwa in der Mitte des Zyklus findet der Eisprung statt, bei dem ein reifes Ei in den Eileiter gelangt, wo es innerhalb von zwölf bis 24 Stunden befruchtet werden kann. Reifen gleichzeitig zwei Eizellen vollständig heran und werden beide befruchtet, können zweieiige Zwillinge entstehen.

Hat die Frau in den Tagen um den Eisprung herum Geschlechtsverkehr, schwimmen die vielen Millionen Spermien aus dem männlichen Ejakulat durch die Gebärmutter zur Eizelle, welche langsam den Eileiter hinunterwandert. Viele davon erreichen sie jedoch nicht, sondern sterben auf dem Weg dorthin ab. Die Übrigen versuchen, sich durch die Hülle der Eizelle zu bohren. Nur ein Spermium schafft es letztlich, zum Zellkern der Eizelle vorzudringen. Seine Erbinformationen verschmelzen mit denen des Eis.

Die befruchtete Eizelle wandert weiter in Richtung Gebärmutter und teilt sich währenddessen mehrmals. Dabei regt sie den Körper dazu an, Schwangerschaftshormone auszuschütten. Diese bereiten die Gebärmutterschleimhaut darauf vor, dass sich das befruchtete Ei darin einnisten kann.

Nach etwa einer Woche ist das Ei in der Gebärmutter angekommen. „Das Zusammenspiel zwischen dem Stadium der Eizelle und der Gebärmutterschleimhaut ist komplex“, sagt Professor Petra Arck, die an der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätskinikums Hamburg-Eppendorf forscht. „Wie das Einnisten ausgelöst wird, kann man noch nicht genau sagen.“ Um diesen Zeitpunkt herum können sich noch eineiige Zwillinge bilden.



Nur eines von Millionen Spermien schafft es, in die Eizelle einzudringen.


Die Gesundheit der Mutter

Wahrscheinlich haben Sie erst den vagen Verdacht schwanger zu sein? In diesem Fall können Sie schon bald einen Schwangerschaftstest machen. Das geht normalerweise ab dem ersten Tag Ihrer ausbleibenden Regel – mit einem sogenannten Früh- oder Prätest sogar schon einige Tage früher. Diese Frühtests sind allerdings etwas weniger zuverlässig. In der Apotheke können Sie sich zur Auswahl des Testes beraten lassen. Ist der Schwangerschaftstest positiv, sind sie allerdings rein rechnerisch meist schon (fast) in der fünften Schwangerschaftswoche. Denn die Schwangerschaft wird ab Zyklusbeginn, also ab dem ersten Tag Ihrer letzten Regelblutung gerechnet. Wenn Sie einen positiven Schwangerschaftstest hatten, sollten Sie einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren. Bei ihm können Sie sich die Schwangerschaft bestätigen und sich beraten lassen. Selbstverständlich können Sie bei einem entsprechenden Verdacht auch ohne vorherigen Schwangerschaftstest zum Frauenarzt gehen und die Schwangerschaft dort feststellen lassen.


Tipp: Auf erste Anzeichen achten

Manche Frauen spüren bereits, dass sie schwanger sind noch bevor sie einen Test gemacht haben. Zum Beispiel an Veränderungen an ihren Brüsten: Sie spannen und sind überempfindlich oder der Lieblings-BH kratzt plötzlich unangenehm. Der Grund: Bereits ganz am Anfang der Schwangerschaft beginnen die Brüste, sich aufs Stillen vorzubereiten. Die Milchdrüsen werden durch eine gesteigerte Hormonproduktion zum Wachsen angeregt. Auch die Brustwarzen verändern sich: Sie treten deutlicher hervor und der Warzenhof wird dunkler.

Doch nicht nur die Brüste verraten, dass Sie ein Baby bekommen. Es gibt noch ein paar weitere Anzeichen für eine Schwangerschaft. Dazu können neben dem Ausbleiben der Regel morgendliche Übelkeit, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und ein Ziehen im Unterbauch gehören. Auch großer Appetit oder eine plötzliche Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel und Gerüche können auftreten.




Bildnachweis: Jupiter Images/ French Photographers only, W&B/Dr. Ulrike Möhle

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Daniela Frank / www.baby-und-familie.de; aktualisiert am 24.11.2014,
Bildnachweis: Jupiter Images/ French Photographers only, W&B/Dr. Ulrike Möhle

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