Reiten wegen des Sturzrisikos in der Schwangerschaft bitte sein lassen. Auch geübte Reiterinnen können stürzen, und es kann, neben mütterlichen Verletzungen, auch zu Komplikationen kommen, zum Beispiel zu einer vorzeitigen Lösung des Mutterkuchens. Dies ist mit Verletzungsfolgen bei Verkehrsunfällen vergleichbar. Abgesehen vom Sturzrisiko wäre der Reitsport letztlich keine Belastung für die Schwangerschaft. Ähnlich verhält es sich mit dem Alpinskilauf. Auch hier kommt es durch die frische Luft und die Bewegung zu einer Stärkung des mütterlichen und des kindlichen Kreislaufs. Dennoch ist wegen der Verletzungsgefahr davon abzuraten.
Joggen, Segeln und Tennis hingegen sind bis in die späte Schwangerschaft absolut empfehlenswert. Insgesamt sollten alle Sportarten maßvoll praktiziert werden, und die Schwangere sollte auf die inneren Signale der Überlastung hören und entsprechend reagieren. Voraussetzung ist dabei natürlich immer eine unkompliziert verlaufende Schwangerschaft ohne Risikofaktoren.
Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Prof. Dr. med. André Ahr / surfmed / www.baby-und-familie.de;
18.12.2007, aktualisiert am 26.01.2012
Bildnachweis: Ingram/RYF
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