Die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks in der Schwangerschaft ist sehr wichtig, bei Bluthochdruck auch außerhalb der Mutterschaftsvorsorgetermine
Der Grenzwert für die Diagnose Bluthochdruck liegt bei 140/90 mmHg. Wird dieser Grenzwert mehrfach überschritten, besteht ein Bluthochdruck. Insbesondere in der Schwangerschaft liegt dann eine Risikosituation vor, und grundsätzlich sollte dies zunächst zu einer körperlichen Schonung führen. Zusätzlich wird die Schwangere intensiver überwacht, wenn möglich ambulant. Sinnvoll ist auch eine Blutdruckselbstmessung unter alltäglichen Bedingungen. Sollte es nicht zu einer Besserung kommen, muss die Betroffene (Anm. d. Red.: ab einem bestimmten Punkt, vgl. dazu Beitrag Bluthochdruck, Kapitel „Therapie“, Abschnitt „Schwangerschaft“) zusätzlich medikamentös behandelt werden. Ob die Therapie ambulant oder stationär durchgeführt wird, hängt davon ab, wie hoch der Blutdruck steigt und wie es der Schwangeren und dem Kind geht. Ziel der medikamentösen Therapie ist es, den Blutdruck auf einem akzeptabel erhöhten Niveau zu halten, ihn also nicht mit aller Macht wieder in den Normbereich zu drücken, weil dies eventuell zu einer Verschlechterung der Durchblutung des Mutterkuchens (Plazenta) führt.
Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Prof. Dr. med. André Ahr / surfmed / www.baby-und-familie.de;
03.01.2008, aktualisiert am 26.01.2012
Bildnachweis: Banana Stock/ RYF
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