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Bis zu welchem Schwangerschaftsmonat sind Langstreckenflüge vertretbar?

Sind Langstreckenflüge bedenkenlos, wenn alles normal ist? Brauche ich ein Attest? Was schließt einen solchen Flug eher aus? Aus der "Experten-Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen"


In der Schwangerschaft lieber ein näheres Reiseziel wählen

Mittel- und Langstreckenflüge sind infolge des erhöhten Thrombose- bzw. Embolierisikos in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen (vgl. auch die Frage: „Bis zu welcher Schwangerschaftswoche sind Fernreisen nach Asien oder Südamerika vertretbar?“). Durch medikamentöse Vorbeugung und entsprechendes Verhalten der Schwangeren (Kompressionsstrümpfe, viel Bewegung, was auch bedeutet, bevorzugt einen Gangplatz zu belegen, außerdem viel Trinken) kann, wenn die Reise absolut unvermeidlich ist, das zuvor genannte Risiko theoretisch etwas reduziert werden.

Manche Fluggesellschaften verlangen ein ärztliches Attest, dass aus medizinischer Sicht kein erhöhtes Flugrisiko besteht. Ab welchem Zeitpunkt dies verlangt wird, ist von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich, meist gilt dies aber von der 32. bis zur 36. Schwangerschaftswoche. Als ungefähre Richtlinie kann ansonsten gelten, dass Schwangere bis zum achten Schwangerschaftsmonat normalerweise relativ problemlos mit an Bord gehen dürfen. Am besten fragen Sie rechtzeitig vor dem Abflug nach. Generell ist von allen Flügen abzuraten, wenn Komplikationen in der Schwangerschaft bestehen, zum Beispiel vorzeitige Wehentätigkeit, Blutungen in der Schwangerschaft und Infektionen. Aber auch nach Fehlgeburten, bei Mehrlingsschwangerschaften und wenn bei nahen Verwandten Blutgerinnungsstörungen bekannt sind, wird der Arzt von einem Flug abraten.

 

 

Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.

Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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Prof. Dr. med. André Ahr / surfmed / www.baby-und-familie.de; 02.01.2008, aktualisiert am 01.04.2011
Bildnachweis: W&B/Angelika Jakob

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