Scharlach

Scharlach ist eine Infektionskrankheit, die durch Streptokokken verursacht wird. Zu den Symptomen gehört ein typischer Ausschlag. Mehr über Ansteckung und Behandlung

aktualisiert am 11.10.2013

Der Körper wehrt sich gegen den Scharlach-Erreger: Streptokokken (grün am oberen Bildrand) und Abwehrzellen mit passenden Antikörpern (y-fömig, ebenfalls grün)

W&B/Kühn

Was ist Scharlach?

Scharlach ist eine bakterielle Infektions-Krankheit, die vor allem Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren betrifft. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 1 bis 1,5 Millionen Menschen an den A-Streptokokken (Streptococcus pyogenes). Deren Gifte (Toxine) verursachen die typischen relativ plötzlich auftretenden Symptome: hohes Fieber, starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, dunkelroter Rachen, „Himbeerzunge“, Kopf- und Gliederschmerzen, gelegentlich auch Erbrechen. Am zweiten Tag entwickelt sich ein rötlicher Ausschlag am Körper und nach ein bis zwei Wochen schuppt sich die Haut an Händen und Füßen.

Die Erreger werden über Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Ansprechen, Anhusten oder Anniesen. Eine Infektion ist auch über Gegenstände, verseuchtes Wasser oder belastete Lebensmittel möglich.


Dr. med. Severin Wegerle

UNSERE EXPERTIN: Dr. med. Severin Wegerle, Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie

W&B/privat

Um Komplikationen und Folgeerkrankungen vorzubeugen und um die Ansteckungsgefahr für andere zu reduzieren empfehlen das Robert-Koch-Institut und die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), rasch mit einer Antibiotika-Behandlung zu beginnen. Von alternativen Therapieformen raten die Experten aufgrund möglicher schwerer Komplikationen ab.

Ohne Antibiotika-Therapie ist der Patient bis zu drei Wochen ansteckend, mit Antibiotikum ist die Ansteckungsgefahr nach 24 Stunden gebannt. Trotzdem raten Ärzte, behandelte Kinder zu Hause in Ruhe auszukurieren.

Eine Impfung existiert nicht, da es zu viele Varianten des Scharlacherregers gibt.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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