Röteln sind sieben Tage vor bis sieben Tage nach Ausbruch des Hautausschlags ansteckend. Kinder mit Röteln sollten bis mindestens sieben Tage nach Ausbruch des Ausschlags zu Hause bleiben.
Das hochinfektiöse Virus wird über erregerhaltige Tröpfchen in der Atemluft (infizierte Sekrete des Nasen-Rachenraums, sogenannte Tröpfcheninfektion) von Mensch zu Mensch übertragen, etwa beim Husten oder Niesen. Epidemien, die früher alle sieben bis zehn Jahre, meist im Winter und Frühling, auftraten, sind durch die Impfung selten geworden. Dennoch kommen sie immer wieder auf niedrigerem Niveau als kleinere, begrenzte Epidemien vor.
In den neuen Bundesländern wird erst seit 1990 gegen Röteln geimpft. Man rechnet in Deutschland heute mit vier bis 10 Prozent nichtgeimpfter Frauen im gebärfähigen Alter. Der beste Schutz vor Röteln und damit auch der Rötelnembryopathie ist die Impfung. Daher sollten junge Mädchen geimpft sein, bevor sie das geschlechtsreife Alter erreicht haben (vgl. auch Frage: „Röteln, Windpocken, Masern und Schwangerschaft“ aus der Experten-Sprechstunde „Kinderkrankheiten“).
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
Dr. von Haunersches Kinderspital, Universität München
Die Experten der "Sprechstunde Kinderkrankheiten" beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.
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05.05.2009, aktualisiert am 04.01.2011
Bildnachweis: W&B/Christine Schneider
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