Vorbeugend hilft nur eines, nämlich einen Impfschutz aufzubauen. Die Impfung gegen Röteln ist besonders für Frauen wichtig, weil schwere Schädigungen des ungeborenen Kindes drohen, wenn sich eine nicht geimpfte werdende Mutter mit Röteln ansteckt.
Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollte die Röteln-Impfung einmal im Alter von 11 bis 14 Lebensmonaten und ein zweites Mal frühestens vier Wochen später, möglichst aber vor dem Alter von 24 Lebensmonaten erfolgen. Dies gilt für Jungen wie für Mädchen. Oft wird mit einer Spritze gleichzeitig gegen Mumps, Masern, Röteln und eventuell auch Windpocken (MMRV-Impfung) geimpft.
Auch für manche Erwachsenen ohne einen entsprechenden (Impf-)schutz kann eine Röteln-Impfung sinnvoll sein: So zum Beispiel für Frauen mit Kinderwunsch, Erzieher in Kindergärten oder Krankenhauspersonal auf der Kinderstation. Die Impfung wird unabhängig vom Alter recht gut vertragen.
Zu den Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft gehört auch die Bestimmung des Röteln-Titers. Ab einem Titer von 1:32 gilt ein Schutz gegen die Erkrankung als gewährleistet. Frauen mit Kinderwunsch, die sich nicht sicher sind, ob sie über einen ausreichenden Schutz gegen die Krankheit verfügen, sollten sich bereits vor der Schwangerschaft von ihrem Gynäkologen oder Hausarzt beraten lassen. Gegebenenfalls kann eine Bestimmung des Titers und / oder eine Impfung gegen Röteln sinnvoll sein.
Haben Personen ohne Schutz gegen die Erkrankung Kontakt zu einem Rötelninfizierten gehabt, kann eine rasche Impfung die Krankheit unter Umständen noch verhindern. Auch eine passive Immunisierung ist möglich. Dabei werden Antikörper gegen das Rötelnvirus verabreicht, die vor einer Erkrankung schützen können. Diese Möglichkeit kommt vor allem für Schwangere, die Kontakt mit einer an Röteln erkrankten Person hatten und über keinen ausreichenden Röteln-Antikörper-Titer verfügen, in Betracht. Frauen, auf die dies zutrifft, sollten daher möglichst unverzüglich ihren Frauenarzt aufsuchen, er wird die nötigen Maßnahmen einleiten.
Der Mensch ist der einzige Wirt für die Rötelnviren. Dies ist deswegen interessant, weil so bei einer ausreichenden Durchimpfung der Bevölkerung dieses Virus – und damit auch die Krankheit – ausgerottet werden könnte. Finnland hat es geschafft als erstes europäisches Land rötelnfrei zu sein. Deutschland ist von diesem Ziel noch ein gutes Stück entfernt, denn nicht alle Eltern lassen ihre Kinder wie empfohlen zweimal gegen die Krankheit impfen.
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13.09.2005, aktualisiert am 23.01.2012
Bildnachweis: W&B/Martin Ley
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