Die Rötelninfektion in der Schwangerschaft ist eine immens große Gefahr für das Ungeborene. Denn über den Blutweg erreichen die Rötelnviren auch das Baby und befallen dessen Körperzellen. Die Folgen können zum Beispiel Herzfehler, eine Trübung der Augenlinse (Katarakt), Taubheit oder geistige Behinderung sein.
Fällt die Infektion in das erste Schwangerschaftsdrittel, führt sie bei etwa 90 Prozent der Ungeborenen zu einer angeborenen Fehlbildung. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel liegt das Risiko immer noch bei etwa 25 Prozent. Im letzten Schwangerschaftsdrittel ist die Wahrscheinlichkeit von Missbildungen deutlich geringer.
Ist die Schwangere durch eine früher durchgemachte Rötelnerkrankung oder eine frühere Impfung geschützt, besteht keine Gefahr für das Baby.
Weitere Komplikationen
Eher bei Erwachsenen und mehr bei Frauen als bei Männern gesellt sich manchmal eine schmerzhafte Gelenkentzündung (Arthritis) zu den Symptomen der Rötelninfektion hinzu, vor allem an den Fingergelenken. Diese verschwindet nach Abklingen der Krankheit wieder von alleine.
Selten entwickelt sich aus den Röteln eine Gehirnentzündung, doch auch dann heilt die Krankheit meist ohne bleibende Schäden aus (akute Rötelnenzephalitis). Sehr selten ist die schwere progressive Rötelnpanenzephalitis.
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13.09.2005, aktualisiert am 23.01.2012
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